Erstellt am 05. April 2012, 16:01

AUA sucht für Übergang neuen Namen. Der AUA-Vorstand bleibt bei seinen Vorbereitungen, den Flugbetrieb auf die Regionaltochter Tyrolean zu übertragen, um für die AUA-Piloten künftig den billigeren Tyrolean-Kollektivvertrag anwenden zu können.

Der Betriebsübergang ist nach Management-Plänen Beschlussthema im Aufsichtsrat am 19. April.

Und ein weiterer Punkt ist damit verbunden. Er wird, wie aus der Tagesordnung zum Aufsichtsrat hervorgeht, ebenfalls schon Thema in knapp zwei Wochen: Ein neuer gesellschaftsrechtlicher Firmenname für die AUA. Denn "Tyrolean Airways Tiroler Luftfahrt GesmbH" (mit dem wenig verbreiteten Markennamen "Austrian Arrows") wird nach einem solchen Betriebsübergang die jetzige "Austrian Airlines AG" jedenfalls nicht heißen.

Wie ein AUA-Sprecher am Donnerstag der APA bestätigte, läuft mit der Wirtschaftskammer eine markenrechtliche Prüfung für einen neuen Namen: Erste Vorschläge lauten auf "Austrian Flight Operation" oder "Austrian Airlines Flight Operation". Es gebe aber auch andere Namensvorschläge im Haus. Es sei alles in Vorbereitung.

Ein neuer Name für die AUA soll - bleibt es beim Vorstandsplan eines Betriebsübergangs - aber keinesfalls eine Aufgabe der "Marke" AUA heißen. Eine Markenumstellung wäre eine teure Markenwertvernichtung, das will sich in der ganzen Lufthansa-Gruppe niemand antun. Der AUA-Vorstand versichert auch, dass Schriftzug und Flugnummern die selben bleiben würden.

Tyrolean ist im AUA-Konzern mittlerweile kein kleiner Regionalflieger mehr, sondern fliegt Ziele in ganz Europa an. Mehr als jeder 2. Flug der AUA-Gruppe wird von "Tyrolean" operiert. Der Umstieg des Flugbetriebs von AUA auf Tyrolean ist im Sparpaket des AUA-Managements die Ausweichroute, wenn sich alle Versuche auf eine Einigung zum Personalkostenpaket über modernere Kollektivverträge endgültig zerschlagen haben.