Erstellt am 24. April 2012, 15:43

AUA und Gewerkschaft wollen Lähmung lösen. Bei den Austrian Airlines wird versucht, gesichtswahrend aus dem erbittert geführten Streit um das künftige Entlohnungs- und Pensionsschema herauszukommen. Nach wie vor wird weiter um Kompromisse gerungen.

Dass ein unterschriftsreifer neuer Kollektivvertrag seit letzter Woche nur mehr der letzten Unterschriften der Gewerkschafter bedürfe, wurde am Dienstag von beiden Seiten erneut bestritten.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber wollen eine lähmende Prozesslawine abwenden, hieß es am Dienstag. Die Kontakte liefen abseits der Scheinwerfer.

Die AUA-Pilotenvertreter haben am gestrigen Montag in einer Betriebsversammlung den Betriebsübergang von "Austrian" auf "Tyrolean" in der vom Vorstand betriebenen Form abgelehnt, sie konnten sich aber unter bestimmten Voraussetzungen eine Zusammenführung der beiden Betriebe vorstellen.

Die AUA-Spitze rechnete sich aus, mit dem zunächst angeblich bis zu 160 Mio. Euro teuren Betriebsübergang von AUA auf Tyrolean teure Pensionsprivilegien zu kappen, automatische Vorrückungen streichen zu können und längere Arbeitszeiten für ihre Piloten durchzusetzen. Mit einem solchen Übergang wären alle wechselnden AUA-Bordbeschäftigten "Neueintretende" bei der fürs Unternehmen um 25 Prozent billigeren Tyrolean.

Dem Vernehmen nach sorgten sich zuletzt aber auch Tyrolean-Leute vor Einschnitten. Denn werden die Kündigungen des alten AUA-KV (durch das Management) und des Tyrolean-KV (durch die Gewerkschaft) nicht im letzten Moment zurückgenommen, muss nach Ablauf der Nachwirkungsfristen ohnedies ein ganz neues KV-Gerüst verhandelt werden.