Erstellt am 02. Mai 2013, 08:02

AUA weiterhin extrem defizitär. Die harten Wintermonate haben der AUA beim Start ins neue Geschäftsjahr weiter ein dickes Minus gebracht.

Der Betriebsverlust war im ersten Quartal 2013 mit 56 Mio. Euro nur um 11 Millionen niedriger als zur gleichen Zeit im Vorjahr (-67 Mio. Euro). Damit blieb die österreichische Lufthansa-Tochter auch hinter ihren eigenen Erwartungen.

AUA-Chef Jaan Albrecht nannte Väterchen Frost als harten Gegenspieler in den heurigen ersten drei Monaten. "Winterbedingte Ausfälle und teure Enteisungen haben unseren Flug in die schwarzen Zahlen unnötig belastet", so Albrecht in seiner Quartalsmitteilung am Donnerstag. Nach den bisherigen Vorausbuchungen hofft er auf einen starken Sommer. Er "bleibe optimistisch, dass wir den Turnaround noch heuer erreichen werden".

Trotz der roten Zahlen spricht die Airline von Fortschritten im Sanierungsprogramm. Trotz massiver Kostenbelastungen aus Ticketsteuer und Spritverteuerung von zusätzlichen 7 Mio. Euro sei das operative Ergebnis um 11 Mio. Euro oder 16,4 Prozent besser. Die operativen Gesamterlöse sanken um 1,3 Prozent auf 458 Mio. Euro, die operativen Kosten um 3,2 Prozent auf 514 Mio. Euro. Einmaleffekte fielen im ersten Quartal nicht an.

Ende März beschäftigte die AUA-Gruppe 6.265 Mitarbeiter, rund 500 weniger als vor Jahresfrist. Zentraler Punkt des laufenden Sanierungsprogramms war Mitte 2012 die Übertragung des Austrian-Flugbetriebs auf die Tochter Tyrolean.

Die Passagierzahl ist im Zeitraum Jänner bis März 2013 um 2,7 Prozent auf 2,3 Millionen zurückgegangen. Es waren weniger Flugzeuge unterwegs, weil die Flotte reduziert wurde. Die Auslastung stieg um 3,3 Prozentpunkte auf 74 Prozent. Im Berichtsquartal hatte die AUA 77 Flugzeuge im Einsatz, darunter 3 im sogenannten wet-lease.