Erstellt am 27. Februar 2013, 13:44

AUA will Konzern-KV verhandeln. Das AUA-Management hat angeboten, mit den Gewerkschaften nun schon vor den ersten Urteilen im gerichtsanhängigen Streit über einen Konzernkollektivvertrag für das Bordpersonal verhandeln zu wollen.

Ob das in dem mehrfach eskalierten Arbeitskonflikt schon Tauwetter ist, wird der Verhandlungsverlauf zeigen. Von der Gewerkschaft vida wurde das Managementangebot zu Verhandlungen am Mittwoch begrüßt.

vida-Chef Gottfried Winkler erneuerte zudem die Forderung der Gewerkschaft, als Alternative zu einem Konzern-KV für die AUA-Tyrolean-Belegschaft einen Branchen-KV für den gesamten Luftfahrtsbereich verhandeln zu wollen. "Unser Ziel ist und bleibt ein Branchen-KV".

Voriges Jahr hat die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) im Zuge ihres Sparprogramms den Bord-KV aufgekündigt. Daraufhin kündigte die Gewerkschaft den Tyrolean-KV. Seit dem Flugbetriebsübergang von AUA auf Tyrolean gelten "Unternehmensrichtlinien", die im wesentlichen auf den Bestimmungen des (aufgekündigten) Tyrolean-KV basieren. Pilotenvertreter haben die AUA mit Klagen eingedeckt.

In den nächsten Wochen wird ein erstes Urteil (OGH) erwartet, ob der gekündigte AUA-Kollektivvertrag für das fliegende Personal weiter gilt oder nicht. Das Arbeits- und Sozialgericht wiederum soll feststellen, ob der im Juli 2012 vollzogene AUA-Flugbetriebsübergang auf Tyrolean rechtens war. Was von den Arbeitnehmervertretern ja bezweifelt wird.