Erstellt am 14. August 2012, 11:22

Auch Fleischhauer dürften Preise erhöhen. Nach den Bäckern, die ihre Preise im Herbst unter anderem wegen der Getreide-Minderernte und des folglich hohen Mehlpreises erhöhen dürften, kündigten die Fleischhauer Neu-Kalkulationen ihrer Produkte an. Kostensteigerungen bei Futtermitteln treiben laut Wirtschaftskammer den Schweinepreis in die Höhe.

Der Basispreis für Schweinehälften stieg in den vergangenen zwei Wochen um rund elf Prozent. "Solche Kostenbelastungen können nicht von den Schlachthöfen und Fleischern abgefedert werden", so Rudolf Menzl, Innungsmeister der Fleischer. Auch die mit 1. Juli wirksam gewordene Lohn- und Gehaltserhöhung um 3,3 Prozent müsse noch eingepreist werden. "Jeder Betrieb, der Frischfleisch liefert, wird aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation gezwungen sein, seine Fleischpreise neu zu kalkulieren", stellte Menzl fest.

Die höheren Getreidepreise der neuen Ernte finden bereits Niederschlag in der Mischfutterkalkulation. Der Preis des Eiweiß-Futtermittels Sojaschrot hat sich seit November 2011 fast verdoppelt.

Auch müsse mit der Maisernte im September der weitere wichtige Futtermittel-Rohstoff Mais neu eingepreist werden. Bei diesem wurde von der AMA aber eine ordentliche Ernte in Österreich von 2,3 Mio. Tonnen angekündigt - die gleiche Menge wie die gesamte heimische Getreideernte.