Erstellt am 14. November 2011, 20:56

Auch Ratingagentur S&P prüft Österreichs Finanzen. Nicht nur Moody's auch Standard & Poor's (S&P) wird in den nächsten Wochen Mitarbeiter nach Wien schicken und eine Neubewertung der österreichischen Staatsanleihen vornehmen

 S&P wolle das Rating Österreichs jedenfalls noch heuer neu bewerten. "Als äußerst unwahrscheinlich gilt dabei, dass S&P das Rating Österreichs ohne vorherige Warnung absenken wird", wahrscheinlich sei zunächst eine Senkung des Ausblicks auf "negativ", schreibt die Zeitung.

Eine Abstufung durch die Ratingagenturen schlägt sich üblicherweise in höheren Zinszahlungen für neu emittierte Anleihen nieder. Derzeit gehört Österreich noch zu jenen sechs europäischen Ländern, die als erstklassige Schuldner gelten ("AAA"). Die verschiedene Medien spekulierten am Wochenende, dass Österreich schon nächste Woche sein Triple A-Rating verlieren könnte.

Die Verzinsung für österreichische Staatsanleihen ("Sekundärmarktrendite") stieg am Montag um 1,45 Prozent weiter an. Sie liegt nun bei 3,42 Prozent für Zehnjahres-Anleihen. Damit liegt sie mittlerweile 164 Basispunkt über den vergleichbaren deutschen "Bunds" und ist - relativ gesehen - auf einem höheren Niveau als im Frühsommer 2009.