Erstellt am 01. März 2012, 10:29

Audi glänzt 2011 mit Rekordjahr. Der Autoboom in weiten Teilen der Welt hat dem deutschen Oberklasse-Hersteller Audi 2011 ein Rekordjahr beschert: Dank 1,3 Millionen verkaufter Fahrzeuge kletterte der operative Gewinn um 60 Prozent auf gut 5,3 Milliarden Euro, wie die Volkswagen-Tochter am Donnerstag berichtete.

Audi profitierte vor allem von glänzenden Geschäften in China, wo die Ingolstädter führend im Premiumsegment sind.

Zudem entschieden sich mehr Kunden für große und teure Limousinen. Der Umsatz zog um 24 Prozent auf 44,1 Milliarden Euro an, die operative Marge legte auf 12,1 (Vorjahr: 9,4) Prozent zu. Unterm Strich blieb Audi ein Gewinn von 4,4 Milliarden Euro, das sind 69 Prozent mehr als 2010.

Für 2012 äußerte sich Konzernchef Rupert Stadler vorsichtig: "Die Konjunkturprognosen lassen erwarten, dass der Wind wieder rauer wird." Audi wolle aber stärker als der Gesamtmarkt wachsen, für den ein Plus von rund vier Prozent erwartet werde. Das operative Ergebnis soll auf dem Niveau von 2011 liegen.

Die rund 44.800 Tarifbeschäftigten an den deutschen Audi-Standorten bekommen angesichts des Rekordgewinns der VW-Tochter für das vergangene Jahr eine Rekordprämie. Im Schnitt zahlt der bayerische Konzern seinen Mitarbeitern für ihre Leistungen zwei Monatsgehälter - durchschnittlich summiert sich damit die Sonderzahlung auf 8.251 Euro. "Die Belegschaft hat es mit ihrem großen Engagement und der fantastischen Leistungsbereitschaft ermöglicht, dass Audi das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte erreichte", teilte Personalvorstand Thomas Sigi am Donnerstag mit.

Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch sagte, die Prämie sei "ein Volltreffer" und zeige, dass sich "harte Arbeit und Fleiß" lohnten. Auch bei anderen Herstellern können sich Mitarbeiter wegen des erfolgreichen Autojahrs 2011 über hohe Extrazahlungen freuen.