Erstellt am 23. Mai 2011, 11:33

Aufschwung in Euro-Land verliert an Kraft. Der Aufschwung in der Euro-Zone hat sich im Mai so kräftig abgeschwächt wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft fiel um 2,4 auf 55,4 Punkte, wie das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 4.500 Unternehmen mitteilte.

Den letzten so starken Rückgang gab es, als die weltweite Wirtschaftskrise im November 2008 auf ihren Höhepunkt zusteuerte.

Das Barometer rutsche damit auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten ab, signalisiert aber weiterhin Wachstum. "In welchem Ausmaß dies auf das späte Osterfest oder auf die Lieferunterbrechungen im Nachgang des Erdbebens in Japan zurückzuführen ist, ist noch unklar", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Er rechnet für das zweite Quartal mit einem Wachstum der Euro-Zone von 0,7 Prozent. Das wäre nur unwesentlich niedriger als im ersten Quartal mit 0,8 Prozent. Sorge bereiten aber die enormen Unterschiede zwischen den 17 Euro-Ländern. "Alles in allem bleibt der Aufschwung nach wie vor weitgehend auf Deutschland und Frankreich beschränkt, während die übrigen Länder mit annähernder Stagnation und weiteren Beschäftigungsverlusten zu kämpfen haben", sagte Williamson.