Erstellt am 26. November 2013, 23:59

Aufstand der Hoteliers. Neues Gesetz gefordert / Plattform kritisiert Strukturprobleme im burgenländischen Tourismus. Direktor Baier: „Reformen notwendig.“

Namhafte Hoteliers haben sich zur Plattform „Tourismus im Burgenland“ zusammengeschlossen, um Politik und Verwaltung wachzurütteln. Angesichts rückgängiger Nächtigungszahlen fordern Karl Reiter, Johann Haberl, Jürgen Rohrer und Co. ein neues, „zeitgemäßes“ Tourismusgesetz, denn: „Mitgründe für den Rückgang sind die Ineffizienz von Burgenland Tourismus und seinen unnötigen vier Strukturebenen.“

Die Aufteilung in Dach- und Regionalverband sowie in Bezirks- und Ortsverbände im Süden sei zu teuer. Neben den hohen Verwaltungskosten werden auch „mangelndes Marketing“ und die personelle „Überbesetzung“ von Burgenland Tourismus kritisiert. Jetzt wünscht man sich eine Entpolitisierung des Verbandes ebenso wie eine gerechtere Verteilung von Ortstaxe und Förderbeiträgen.

Tourismusdirektor gesprächsbereit

Tourismusdirektor Mario Baier zeigt sich gesprächsbereit. Gegenüber der BVZ erklärte er: „Auch wir vom Burgenland Tourismus sind der Meinung, dass Reformen in den Strukturen notwendig sind, um in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen Tourismus und den touristischen Organisationen zu verbessern und die Mittel zu bündeln. Außerdem gehört auch die Aufgabenverteilung klar festgelegt.“

„Zu 100 Prozent“ unterstützt Landeschef Hans Niessl die Forderungen der Plattform: „Je schlanker die Verwaltung ist, umso mehr Geld bleibt für Marketingmaßnahmen.“ Das neue Tourismusgesetz – das derzeitige stammt aus dem Jahr 1992 – werde schon lange diskutiert und müsse umgesetzt werden.