Erstellt am 30. November 2011, 00:00

Aus BKF wird Schau-TV. VERKAUF / Der Bohmann-Verlag hat das BKF gekauft. Ab Jänner wird österreichweit digital gesendet. Expansion ist geplant.

Die BEWAG-Vorstände Michael Gerbavsits (l.) und Reinhard Schweifer (r.) mit Gerhard Milletich, dem Geschäftsführer des Bohmann-Verlages und Käufer des Burgenländischen Kabelfernsehns.  |  NOEN, ZVG

VON DORIS SEEBACHER

Wie die BVZ bereits im August ankündigte, ging das BKF (Burgenländisches Kabelfernsehen) nun an die Wiener Bohmann-Verlagsgruppe. Hälfteeigentümer und Geschäftsführer ist dabei Gerhard Milletich, Obmann des Fußballclubs Parndorf.

Die 32 Mitarbeiter des BKF (16 Angestellte, 16 freie Dienstnehmer) haben keine Angst um ihre Jobs. Betriebsrat Daniel Eselböck dazu: „Alle bestehenden Verträge werden übernommen.“ Was mit den freien Mitarbeitern passiert, wisse er zwar noch nicht, aber die Stimmung sei gut. „Wir hängen eigentlich seit zehn Jahren in der Luft – jetzt gibt es wieder eine Perspektive für uns.“ Vor allem auch deshalb, weil Milletich Expansionspläne angedacht habe. Über genaue Pläne und Ausrichtungen wisse man beim BKF jedoch auch noch nichts Näheres. „Es soll ein Ostfernsehen werden. Und sehr sportlich“, so Eselböck.

Konkrete Pläne erst  ab nächstem Jahr

Über konkrete Pläne schweigt auch Neo-Senderbesitzer Milletich. Nur so viel: „Wir haben den Plan, in Eisenstadt zu bleiben und auch die Mitarbeiter zu halten.“ Denn er selbst wisse, wie lange diese bereits im Haus seien und dass sie über viel Erfahrung verfügen. „Da wir dann über Satellit senden werden, werden wir im Burgenland eine Reichweite von über 90 Prozent haben“, so Milletich. Und auch österreichweit wird das BKF dann zu empfangen sein. Dadurch werde in Zukunft auch mit höheren Werbeeinnahmen zu rechnen sein. Bis Jahresende wird beim BKF jedoch noch alles beim Alten bleiben. Ab der Umstellung wird das BKF dann „Schau TV“ heißen. Als kaufmännische Direktorin wird Milletichs Tochter Bettina Milletich-Gerdenitsch fungieren, neuer Programmchef wird Rudolf Matthias.

Auch für die BEWAG ist der Verkauf des Tochterunternehmens eine gute Lösung. „Für uns war klar, dass der Werbemarkt Burgenland zu klein ist. Wir hätten das BKF nie gewinnbringend führen können“, freut sich BEWAG-Vorstand Michael Gerbavsits, dass der Sender an ein erfahrenes Medienunternehmen geht.