Erstellt am 27. Dezember 2012, 07:57

Aus für "Schweizer Kracher". Ab Juli nächsten Jahres ist der Verkauf von Schweizer Krachern in Österreich verboten. Ab 2017 ist sogar der Besitz untersagt. Experten warnen vor Hamsterkäufen – die falsche Lagerung kann explosive Folgen haben.

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Letzte Chance für alle Fans von „Schweizer Krachern“ – dieses Silvester wird eines der letzten sein, an dem die lauten Knallkörper – auch Piraten genannt – gezündet werden dürfen. Ab Juli 2013 ist der Verkauf der beliebten Silvesterknaller verboten. Ab 2017 sind sogar der Besitz und das Zünden untersagt. Dieses Verbot führt dazu, dass Fans der Knallkörper beginnen, Vorräte anzulegen. Stefan Blagusz, Berufsgruppensprecher für den Handel mit Pyrotechnik in der Wirtschaftskammer Burgenland, warnt eindringlich vor solchen Hamsterkäufen: „Werden die Kracher falsch gelagert, kann es sein, dass die gesamten Vorräte explodieren!“, warnt Blagusz. Liebhaber sollten lieber kommendes Silvester noch voll ausnutzen und es dann gut sein lassen, so der Experte.
 
Vorsicht vor Billig-Böller
Bunte Feuerwerke seien aber ohnehin wesentlich beliebter als laute Böller, so Blagusz. Dabei geht der Trend von der Luft in Richtung Boden: So genannte Cake Boxen werden immer stärker nachgefragt. Dabei sei wichtig, auf Qualität made in Austria zu setzen. „Viele Billig-Böller aus dem Ausland sind in Österreich gar nicht zugelassen“, so Blagusz. „Nur beim heimischen Fachhändler kann sich der Kunde sicher sein, dass die Feuerwerkskörper zu 100% in Ordnung sind.“ Außerdem lege der österreichische Groß- und Fachhandel Wert darauf, nur Waren zu importieren, die unter entsprechend guten Arbeits- und Umweltbedingungen gefertigt wurden.

Verbot von Böller – Längst überfällig oder Freiheitsberaubung?
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