Erstellt am 28. Dezember 2012, 13:03

Ausschluss von Ausschreibungen für Lohndumping-Sünder. Ab 2013 soll es Lohndumping-Sündern im Burgenland an den Kragen gehen; wer erwischt wird, muss Strafe zahlen und wird bei öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen.

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Einen dementsprechenden Beschluss gibt es bereits, auch die "juristischen Formulierungen" seien fertig, teilte SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich am Freitag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit. "Für jeden muss klar sein: Wenn man sich nicht an die Spielregeln hält, dann spielt man künftig nicht mehr mit", erklärte der SP-Arbeitsmarktsprecher.

Hergovich forderte in Bezug auf Lohndumping außerdem mehr Kontrollen - auch an Wochenenden, Feiertagen und am Abend. Denn Lohn- und Sozialdumping finde nicht "zwischen 8 und 16 Uhr statt", hielt der SP-Landesgeschäftsführer fest.

Das Jahr 2012 bilanzierten Hergovich und SP-Klubobmann Christian Illedits in Hinblick auf den Arbeitsmarkt im Land positiv. Als "Feierstunde" nannte Illedits den Durchbruch der 100.000-Beschäftigten Marke im Sommer. Auch die Reform der Pendlerpauschale wurde als Erfolg verbucht. Nun wolle man eine Lohnsteuersenkung anpeilen. "Da wollen wir 2013 Druck auf Bundesebene machen - wir wollen Fairness am Arbeitsmarkt und auch beim Steuersystem", so der Klubobmann.