Erstellt am 21. Februar 2013, 14:28

Außenhandelsdefizit sank 2012 auf 8 Mrd. Euro. Österreichs Außenhandelsdefizit hat sich 2012 ersten Hochrechnungen der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zufolge im Jahresabstand von 9,2 auf 8 Mrd. Euro deutlich verringert.

"Österreich hat im abgelaufenen Jahr neuerlich einen Exportrekord aufgestellt - mit 123 Mrd. Euro. Das Traumziel von 125 Mrd. Euro haben wir nicht erreicht, wollen das aber 2013 übertreffen", sagte WKÖ-Präsident Leitl.

Die Ausfuhren stiegen den vorläufigen Zahlen zufolge um 1,3 Prozent auf 123,4 Mrd. Euro, die Einfuhren erhöhten sich nur leicht um 0,3 Prozent auf 131,4 Mrd. Euro.

2013 soll das Passivum im internationalen Warenaustausch um 6 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro weiter sinken, so die Zielmarke der Kammer. Die Exporte sollen demnach um 3,5 Prozent auf 127,7 Mrd. Euro wieder erheblich stärker zulegen als zuletzt. Doch auch die Importe werden sich den Prognosen zufolge heuer um 3 Prozent auf 135,3 Mrd. Euro nach oben entwickeln.

Zuletzt hatte Österreich 2007 einen Überschuss in der Außenhandelsbilanz erzielt und dabei einen Wert von 0,4 Mrd. Euro erreicht. In den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise drehte die Bilanz bis 2011 alljährlich massiver ins Negative. 2012 markiert einen Wendepunkt. Von nun an soll sich der Fehlbetrag wieder verringern.

Um die Exporte wieder kräftiger nach oben zu treiben, will sich die Wirtschaftskammer verstärkt um neue Zielmärkte bemühen. Wachstum winkt nur außerhalb Europas. Die USA sind mittlerweile der drittwichtigste Exportmarkt für Österreich - nach Deutschland und Italien.

"Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA ist eine tolle Perspektive und Österreich hätte überdurchschnittlich viele Vorteile davon", so Leitl. Allerdings sollten die Agrarfragen erst in einem zweiten Schritt gesondert verhandelt werden.

Das Freihandelsabkommen würde dem Exportland Österreich überdurchschnittlich viele wirtschaftliche Vorteile von in Summe 5 Mrd. Euro bringen, verwies Leitl auf zusätzliche Exporte, Investitionen, Budget- und Beschäftigungseffekte. Das heimische Bruttoinlandsprodukt (BIP) würde dadurch um 1,75 Prozent steigen.