Erstellt am 10. April 2013, 17:40

Austro-Banken mit 30 Mrd. Euro Finanzierungslücke. Österreichs Banken weisen laut einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey eine Finanzierungslücke von 30 Milliarden Euro auf, was etwa 3 Prozent ihrer gesamten Bilanzsummen entspreche.

Österreichs Banken verfügten laut den Experten über eine stabile Einlagenbasis, die im europäischen Durchschnitt liege, und allgemein gut eingeführte Refinanzierungsmärkte.

Für die großen Banken und den Gesamtmarkt werde die Refinanzierungsposition der heimischen Banken jedoch durch stark von der Notwendigkeit, größerer Geschäfte in Osteuropa zu finanzieren, verzerrt. Dies führe zu beträchtlichen Liquiditätseinschränkungen. Die lokale Refinanzierung der Osteuropaaktivitäten könne nur über einen längeren Zeitraum aufgebaut werden, so die Berater in der heute, Mittwoch, veröffentlichten Studie.

Bei den Banken in der gesamten Eurozone klaffte laut McKinsey eine Refinanzierungslücke von 1,2 Billionen Euro. Der größte Betrag entfällt mit 433 Mrd. Euro auf Frankreich, gefolgt von Italien mit 347 Mrd. Euro. Am anderen Ende der Skala befinden sich die niederländischen Banken, die sogar einen Überfinanzierung von 59 Mrd. Euro aufweisen.

Gemessen an der Bilanzsumme fehlt den griechischen Banken mit 92 Mrd. Euro bzw. 21 Prozent der Bilanzsumme am meisten, gefolgt von Slowenien mit 10 Mrd. Euro bzw. 19 Prozent.