Erstellt am 17. Februar 2012, 12:39

Bahnpendler bemängeln fehlende Infos. Im Burgenland sind täglich zahlreiche Menschen mit der Bahn zur Arbeit unterwegs. Pünktlich zur Fahrplanumstellung im Dezember teilt die Arbeiterkammer Burgenland (AK) jedes Jahr nicht nur die neuen Fahrpläne aus, sondern führt auch eine Umfrage durch.

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Das Ergebnis für 2011 wurde nun mit Vertretern der Verkehrsunternehmen und des Landes besprochen. Einige Werte haben sich zwar verbessert, größtes Problem sei aber immer noch die mangelnde Information, erklärte AK-Präsident Alfred Schreiner bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Die AK legte bei dem sogenannten Koordinationstreffen "Wünsche und Beschwerden im Auftrag der Pendler vor", erläuterte Schreiner. Die fehlenden Informationen an den Bahnhöfen, aber auch im Zug, zählen dauerhaft zu den Top-Problemen. "Hier haben wir nur 27 Prozent die zufrieden sind, der Rest ist also unzufrieden oder nur mäßig zufrieden", so der AK-Präsident. Für ihn bedeute das, dass in den nächsten Jahren in diesem Bereich noch viel investiert werden müsse. Und zwar nicht nur in Bezug auf Durchsagen an den Bahnhöfen und im Zug, sondern auch in Bezug auf elektronische Anzeigen.

Auf der Strecke Baumgarten-Ebenfurth sei bereits etwas gemacht worden: Auf Monitoren werde in Echtzeit angekündigt, wann der nächste Zug kommt, berichtete Schreiner. Dort seien seither die Beschwerden "stark zurückgegangen". Im "nächsten Jahr, spätestens im übernächsten Jahr" soll es, wenn es nach der AK geht, auch auf der Neusiedler See-Strecke Verbesserungen im Bereich der Information geben.

Deutlich verbessert haben sich laut AK und den Vertretern der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB Personenverkehr AG) und der Raaberbahn AG die Beschwerden über Zugverspätungen. Besonders hervorgehoben wurde die Pünktlichkeitsquote für den von der Kältewelle geprägten Jänner: Von den ÖBB waren in diesem Monat 97 bis 99 Prozent aller Züge im Burgenland pünktlich unterwegs, erklärte Helmut Wolf. Auch auf der Raaberbahn-Strecke lag die Quote bei 97 Prozent, auf der Neusiedler See-Strecke waren die Züge zu 99 Prozent pünktlich, freute sich Csaba Szekely von der Raaberbahn AG.

Für burgenländische Bahnpendler, die derzeit aufgrund des günstigeren Tarifs vom niederösterreichischen Ebenfurth wegfahren, soll es im kommenden Jahr eine Neuerung geben, kündigte Szekely an. Im Zuge einer Reform der Verkehrsverbundtarife werde die Tarifgrenze von derzeit Ebenfurth nach Neufeld verlegt. Damit sollen sich die Pendler etwa 20 Euro im Monat sparen.