Erstellt am 08. Februar 2013, 15:07

Bahnpendler mit Pünktlichkeit immer zufriedener. Die Arbeiterkammer Burgenland (AK) hat Anfang Dezember zum Fahrplanwechsel Taschenfahrpläne an Bahnpendler verteilt und im Rahmen der Aktion bereits zum siebenten Mal eine Umfrage durchgeführt.

 |  NOEN, GLEISS
Von rund 4.000 verteilten Umfragekarten kamen 632 zurück und wurden ausgewertet. Das Ergebnis: Die Bahnpendler werden in puncto Pünktlichkeit zufriedener. Während vor einigen Jahren noch fast die Hälfte unzufrieden war, seien es jetzt nur noch 13 Prozent, sagte AK-Präsident Alfred Schreiner bei einer Pressekonferenz am Freitag in Eisenstadt.

Weniger erfreut zeigten sich die Umfrageteilnehmer nach wie vor über fehlende Informationen wie etwa bei Zugausfällen und über die Parkplatzsituation der Bahnhöfe in Mattersburg, Ebenfurth (Niederösterreich) und Wulkaprodersdorf. Bei letzterem Bahnhof seien bereits Ersatzplätze geschaffen worden.

Über das Problem in Mattersburg sowie über einige andere Punkte der Umfragenergebnisse, habe man am Freitag beim "Koordinationstreffen" der AK mit Vertretern der Raaberbahn AG, den Österreichischen Bundesbahnen Personenverkehr AG (ÖBB) und des Landes Burgenland gesprochen. Sowohl im Bereich der Information, als auch bei der Pünktlichkeit wolle man sich seitens der ÖBB verbessern, sagte Michael Fröhlich. Ein weiterer Schwerpunkt im heurigen Jahr sei die Sauberkeit.

Csaba Szekely von der Raaberbahn kündigte außerdem an, dass die Strecke Müllendorf - Neufeld an der Leitha (Bezirk Eisenstadt Umgebung) saniert und ausgebaut werde. "Wir nehmen hierfür insgesamt 7,5 Millionen Euro in die Hand und es wird so sein, dass wir voraussichtlich im nächsten Jahr den Streckenabschnitt zwischen Müllendorf und Neufeld an der Leitha um eineinhalb Minuten bis zwei Minuten in der Fahrzeit beschleunigen können."

Auch im Südburgenland könnte sich etwas tun: Das Land Burgenland führe aktuell bereits angekündigte intensive Gespräche mit Ungarn und der Raaberbahn über eine entlang der Grenze führende frisch revitalisierte Strecke von Szentgotthard nach Sopron, erklärte Landes-Verkehrskoordinator Peter Zinggl. "Technisch denkbar wäre aus Jennersdorf in zwei Stunden Eisenstadt zu erreichen mit der Bahn und Wien in zweieinhalb", sagte Zinggl.

Einen konkreten Zeitplan konnte man nicht nennen. Szekely meinte dazu, es handle sich um eine politische Entscheidung und ergänzte: "Voraussetzung ist Einigung, weil die Ausführung ist bei der Eisenbahn immer noch das Einfachste. Kompliziert sind die Phasen davor."