Erstellt am 28. März 2013, 15:31

Bald deutsche Mehrheit an Intersport Österreich. Intersport Deutschland steht vor einer mehrheitlichen Beteiligung an Intersport Österreich in Wels.

Ziel der Kooperation, die bis Ende August unter Dach und Fach sein soll, ist die strategische Marktentwicklung in den beiden Ländern sowie in Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Details zu der Transaktion könnten erst nach Ostern bekannt gegeben werden, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Der Vorstand von Intersport Deutschland mit Sitz in Heilbronn erwartet starke Synergieeffekte von der künftigen Konstellation: Neben der Minderheitsbeteiligung an Intersport Polen wäre das Unternehmen dann auf sechs europäischen Märkten tätig. Die Einbindung der Welser unterstreiche die strategische Ausrichtung, den Mittelstand langfristig und nachhaltig zu sichern, hieß es.

"Die operativen Synergien in Sortiment, Marketing, Logistik und IT würden die Händler in diesem dynamischen Umfeld wettbewerbsfähiger machen", so die Vorstandsvorsitzende von Intersport Österreich, Gabriele Fenninger. Sie wollte dazu auf Anfrage keine weiteren Angaben machen, ebenso wenig zur Causa Sport Eybl/Experts. Das deutsche Unternehmen war zuletzt als möglicher Käufer der angeschlagenen Handelskette genannt worden.

Intersport Deutschland ist mit rund 1.500 Verkaufsstellen und einem Umsatz von mehr als 2,7 Mrd. Euro die nach eigenen Angaben weltweit größte mittelständische Verbundgruppe im Sportfachhandel. Die österreichische Gruppe umfasst 163 Händler an rund 360 Standorten in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Ende Mai bzw. Anfang Juni soll laut dem Wirtschaftsberatungsunternehmen Deloitte bekannt gegeben werden, wer der neue Eigentümer von Sport Eybl/Experts mit der Zentrale in unmittelbarer Nachbarschaft in Wels wird. Bis dahin werden Hubert Schenk und Mike Weccardt das Unternehmen leiten. Nach dem Abgang von Peter Wahle im Herbst war zuletzt Rolf Frischknecht alleiniger Vorstand.