Erstellt am 14. Oktober 2011, 11:11

Bank Austria braucht kein Staatskapital. Die Bank Austria braucht nach Aussage ihres Vorstandschefs auch künftig kein Partizipationskapital vom Staat. Auch für den Fall, dass es zu einem 60-prozentigen "Haircut" bei den griechischen Staatsanleihen kommen sollte.

Bank Austria-Chef Willibald Cernko glaubt auch nicht, dass Erste und Raiffeisen weiteres Staatskapital brauchen.

"Unser Griechenland-Exposure beläuft sich für die Bank Austria auf nur mehr 380 Millionen Euro. Weitere 100 Millionen Euro im Worst Case wären durchaus darstellbar", sagt Cernko in einem Interview mit dem "Format". "Aus heutiger Sicht" schließt er daher den Zugriff aus Staatskapital durch die Bank Austria aus.

Anders als beispielsweise die EU-Kommission geht der Bank Austria-Chef davon aus, dass die gegenwärtige Krise nur eine der Staatshaushalte und nicht eine der Banken ist. Zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten befänden sich in einem schlechten Zustand. "Solange die nicht in Ordnung sind, wird am Horizont immer das Gespenst 'Bankenkrise' herumgeistern", meint der Manager, dessen Mutterkonzern UniCredit im vergangenen Frühjahr nach eigenen Angaben 35 Mrd. Euro an italienischen Staatsanleihen in den Büchern hatte.