Erstellt am 04. August 2011, 10:26

Bank-Austria-Gewinn um 52 Prozent höher. Die zur UniCredit gehörende Bank Austria hat am Donnerstag für das erste Halbjahr 2011 einen Anstieg des Nettogewinns um 52 Prozent von 422 Mio. Euro auf 640 Mio. Euro gemeldet. Die Vorsorgen und Wertberichtigungen auf faule Kredite sind um fast 200 Mio. Euro gesunken. Das Betriebsergebnis war allerdings um 4 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro rückläufig.

Die zur UniCredit gehörende Bank Austria hat am Donnerstag für das erste Halbjahr 2011 einen Anstieg des Nettogewinns um 52 Prozent von 422 Mio. Euro auf 640 Mio. Euro gemeldet. Die Vorsorgen und Wertberichtigungen auf faule Kredite sind um fast 200 Mio. Euro gesunken. Das Betriebsergebnis war allerdings um 4 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro rückläufig.

Die Bank führt dafür unter anderem die neuen Kostenbelastungen aus den Bankenabgaben an. In Österreich belief sich die Bankensteuer auf 63 Mio. Euro, in Ungarn waren es bis Juni 15 Mio. Euro.

Innerhalb des UniCredit-Konzerns hat die Bank Austria (inklusive Osttöchter) den Löwenanteil des Engagements in griechischen Staatsanleihen. Von der gesamten Netto-Abschreibung von 105 Mio. Euro (brutto: 135 Mio. Euro), die im UniCredit-Konzern im zweiten Quartal auf Griechen-Bonds vorgenommen wurden, entfielen nicht weniger als 100 Millionen auf die Bank Austria (brutto: 130 Mio. Euro).

Wie die Bank in Wien mitteilte, belastet diese Abschreibung auf griechische Bonds als Beitrag zum Rettungspaket das Konzernergebnis einmalig mit 100 Mio. Euro. Trotz dieses Sondereffekts sei das Konzernergebnis nach Steuern auf 640 Mio. Euro gestiegen. Allerdings, so relativierte Bankchef Willibald Cernko im Zwischenbericht, "muss man sich hier vor Augen halten, dass wir von einem sehr niedrigen Niveau kommen und das Vorkrisenniveau nach wie vor noch nicht erreicht haben."

Der Vorsteuergewinn der Bank Austria lag bis Ende Juni bei 838 Mio. Euro (plus 15 Prozent), wovon 762 Mio. Euro (plus 36,5 Prozent) aus der CEE-Division stammten. Nach Steuern waren es im Konzern 725 Mio. Euro (plus 18 Prozent). Die Bilanzsumme war mit 193,8 Mrd. Euro etwas höher als zum Ultimo (193 Mrd. Euro). Die Bank Austria beschäftigt 62.318 Mitarbeiter, davon 10.823 in Österreich.