Erstellt am 05. November 2012, 13:12

Bank Austria kämpft weiter gegen IT-Probleme an. Noch immer läuft bei der Bank Austria nach der größten IT-Umstellung in ihrer Geschichte das Electronic Banking und Internetbanking nicht rund.

Am 26. Oktober war mit der Systemumstellung auf das UniCredit-Konzernsystem begonnen worden. Am Montagnachmittag wird in einer lang anberaumten Aufsichtsratssitzung der Bank Austria über den Status Quo und den Stand der Problembehebung berichtet. "Wir haben nach wie vor nicht unser gewohntes Servicelevel", sagte Banksprecher Martin Halama am Montag zur APA. "Wir arbeiten Tag und Nacht daran." Gerüchte, die Bank hätte es verabsäumt, die EDV-Umstellung zu stoppen, als sich abzeichnete, dass der Umstellungstermin nicht zu halten sei, wurden als falsch zurückgewiesen. Ein System dieser Größenordnung sei im Testbetrieb nicht eins zu eins zu simulieren, meinte ein Sprecher. Die Tests seien, so die Bank, reibungslos verlaufen, die jüngsten Fehlerbilder in den Probeläufen nicht sichtbar gewesen.

Kundenbetreuer hatten in den Filialen tagelang alle Hände voll zu tun, um als "Automatenersatz"Überweisungen zu tätigen. Die ärgsten Probleme im Onlinebanking sollen mittlerweile behoben sein, viele Nutzer sind noch mit den neuen Oberflächen überfordert. Ansonsten wurde bei der Bank Austria eingeräumt, dass es "bei bestimmten Kombinationen von Browsern und Providern immer wieder Verbindungsprobleme gibt."

Die Bank bekräftigte, dass betroffenen Kunden aus den Pannen keine materiellen Nachteile entstehen werden, Mahnspesen würden refundiert, auch aus Überziehungszinsen nach stecken gebliebenen Überweisungen sollen Bankkunden keine Lasten zu tragen haben.

Umstellungsgeschädigten Kunden sagt die Bank "individuelle Lösungen" zu. Es könne keine Generallösung geben. Federführend werde dies die Ombudsstelle der Bank abwickeln. Ob es in der Bank Konsequenzen geben wird? Der Focus, so der Sprecher, liege auf der Problembehebung.