Erstellt am 14. November 2011, 17:26

Bank Austria mit schwerem Quartalsverlust. Die neuerliche Konjunkturschwäche und die Staatsschuldenkrise schlagen sich jetzt im Herbst auch massiv auf die Bank Austria-Bilanz nieder.

Im 3. Quartal 2011 blieb damit ein hoher Verlust. In den Tochterbanken in Kasachstan und der Ukraine wurden Firmenwertabschreibungen über 650 Mio. Euro nötig, berichtete die Bank Austria am Nachmittag. Auch auf die russische CJSC UniCredit Securities (ehemals Aton Bank) waren Abwertungen nötig. Im Neunmonatsbericht 2011 weist die österreichische UniCredit-Tochterbank deshalb Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte von 705 Mio. Euro aus - nach 170 Mio. Euro zur gleichen Zeit des Vorjahres. Mit 304 Mio. Euro belasteten im zweiten und dritten Quartal Abschreibungen um 60 Prozent auf griechische Staatsanleihen das Neunmonatsergebnis. Trotz der hohen Einmalbelastungen und Wertberichtigungen weist die Bank nach neun Monaten einen Mini-Gewinn von 4,5 Mio. Euro aus. Im dritten Quartal schrieb wegen der Abschreiber allerdings auch die Bank Austria einen hohen Verlust von mehr als 600 Mio. Euro. Die Bank Austria erklärte heute, mit 10,4 Prozent "harter" Kernkapitalquote keine Kapitalmaßnahmen nötig zu haben.