Erstellt am 13. Februar 2012, 10:16

Bank Austria muss Griechenland-Papiere abwerten. Die UniCredit-Tochter Bank Austria muss im Jahresabschluss 2011 ihre Griechenland-Engagements um weitere 100 Mio. abwerten. Trotzdem werde das Jahresergebnis werde aber positiv sein, so BA-Chef Cernko gegenüber dem "WirtschaftsBlatt".

"Wir haben bereits 60 Prozent abgeschrieben. Wir werden auf insgesamt 80 Prozent abschreiben, das heißt, dass wir nochmals in einer Größenordnung von 100 Millionen Euro wertberichtigen werden", präzisierte Cernko.

Dass Griechenland ein Großteil seiner Schulden erlassen wird, hält Cernko für einen "Kapitalfehler, weil hier eine Vereinbarung gebrochen wurde, dass kein Land in der Eurozone pleitegehen kann". Die Vertrauensbasis sei damit nachhaltig gestört, vielleicht sogar zerstört.

In Ungarn, wo private Kreditnehmer die Möglichkeit haben, ihre Fremdwährungskredite billig vorzeitig zu tilgen, habe die Bank Austria 60 Mio. Euro zurückgestellt. "Wir sind dennoch positiv und zählen zu den profitabelsten Banken des Landes", berichtete Cernko.