Erstellt am 29. November 2012, 12:10

Bank Austria sieht Tief in Industrie überwunden. Nach Monaten rückläufiger Industrieproduktion sieht die Bank Austria die Talfahrt in der heimischen Industrie überwunden.

Im November sei der Bank-Austria-Einkaufsmanagerindex, ein Indikator zur Konjunkturentwicklung, unerwartet stark gestiegen. Zum Jahreswechsel werde sie wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren, erwarten die Ökonomen der Bank. Beim Arbeitsmarkt ist man pessimistischer.

Seit mittlerweile einem halben Jahr baut die Industrie Arbeitsplätze ab. Und auch im November wurden weiter Jobs abgebaut. Im Gesamtjahr 2012 werde die Zahl der Industriebeschäftigten mit im Schnitt 583.000 Personen dennoch um 1,6 Prozent über dem Vorjahr liegen, so Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl.

Auch wenn sich die Industriekonjunktur stabilisiert hat, sei in den kommenden Monaten noch mit keiner Entspannung am Arbeitsmarkt zu rechnen. Nach Einschätzung der Experten wird die Arbeitslosenquote im Jahr 2013 auf 7,3 Prozent steigen - nach 7,0 Prozent im Jahresdurchschnitt 2012.

An der Preisfront weht den Unternehmen nach wie vor rauer Wind entgegen. "Vor dem Hintergrund der derzeitigen Nachfrageschwäche haben die Unternehmen offenbar nicht die Preismacht, um die steigenden Kosten in den Verkaufspreisen unterzubringen", meint Pudschedl. Steigende Einkaufspreise belasten die Ertragslage.

Die nunmehrige Trendwende in der Industrie wird sich aus Sicht der Bank-Austria-Ökonomen in den kommenden Monaten auch auf die Gesamtwirtschaft übertragen. Für 2013 gehen die Experten von einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent aus - das ist allerdings weniger als zuvor erwartet wurde.