Erstellt am 08. Februar 2011, 19:38

Bank Austria will im Burgenland im Privatkundengeschäft wachsen. Derzeit betreuen 111 Mitarbeiter in 13 Filialen etwa 52.000 Privatkunden, dazu kommen rund 2.130 Klein- und Mittelbetriebe, so die neue Landesdirektorin Andrea Staufer-Waldert am Dienstagnachmittag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

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 Ausgebaut habe man auch die KMU-Beratung mit dem Hauptstandort in Eisenstadt und weiteren Niederlassungen in Oberwart und Gols.

Die 46-jährige gebürtige Niederösterreicherin aus St. Pölten trat im Jänner die Nachfolge von Michael Gerbavsits an, der den Posten des BEWAG-Vorstandssprechers übernommen hat. Zum Verantwortungsbereich von Staufer-Waldert zählen neben dem Privatkundengeschäft auch die Klein- und Mittelbetriebe mit einem Umsatz bis zu 50 Mio. Euro.

"Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele mittelständische Unternehmen die Palette der Förderungen nicht vollständig ausnutzen", erklärte die Landesdirektorin. Für 2011 habe man sich deshalb auch vorgenommen, KMU-Förderzugänge durch Beratung stärker zu unterstützen. Wachsen will das Unternehmen auch im Kreditgeschäft: Nach einer schwierigen Phase orte man langsam wieder Aufschwung beim Kauf von Wohnimmobilien und bei der Kreditnachfrage der privaten Haushalte.

Das Burgenland sei im Vorjahr mit 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum noch über dem Österreichschnitt gelegen. Heuer falle die Prognose für Österreich mit 1,9 Prozent und für das Burgenland mit 1,8 Prozent etwas gedämpfter aus. Die Voraussetzungen für Investitionen seien angesichts des niedrigen Zinsniveaus derzeit günstig, so Staufer-Waldert. Prognosen würden jedoch zeigen, dass gegen Ende 2011 steigende Zinsen zu erwarten seien.

Die Bank Austria sei jene Bank mit dem größten Bestand an Fremdwährungskrediten, so die Landesdirektorin. Deshalb wolle man die Kunden intensiv beraten.