Erstellt am 08. Mai 2013, 13:51

Bank Austria wurde Opfer eines Hackerangriffs. Die Bank Austria ist Opfer einer Attacke von Computerhackern geworden. Betroffen war das Internetbanking. Die Bank hat die Aufsicht informiert und schaltet nun die Staatsanwaltschaft ein.

Gehackt und eingesehen wurden Aktivitäten-Protokolle von Onlinebankkunden. Der Angriff am Wochenende sei erfolgreich abgewehrt worden. Das betonte die Bank am Mittwoch.

Für Bankchef Willibald Cernko "die wichtigste Botschaft: Es hat zu keiner Zeit eine Möglichkeit gegeben, auf Kundendaten zuzugreifen oder Abbuchungen durchzuführen."

Wieviele der 700.000 Onlinebankkunden der Bank Austria betroffen waren, will die Bank nicht öffentlich bekanntgeben, um den Cyber-Kriminellen keine auswertbaren Hinweise zu geben. Es sei schon eine signifikante Zahl, hieß es.

Überhaupt hält sich die Bank mit Details zurück, weil die forensischen Ermittlungen seit dem Wochenende laufen. Über die Motive - Spionage, Sabotage - will die Bank auch nicht spekulieren.

"Das war ein krimineller Akt, wir verfolgen das mit aller Härte", sagte Cernko. "Wir werden natürlich Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten. Die FMA haben wir natürlich auch informiert". Kunden, deren Protokolle "gehackt" wurden, werden direkt benachrichtigt. Außerdem erscheint - nur bei Betroffenen - beim Login eine automatischer Benachrichtigung über die Attacke. Wer diese Mitteilung nicht sieht, war auch nicht betroffen.

Allen Internetbankkunden empfiehlt Cernko, in den nächsten Tagen und Wochen besonders aufmerksam zu sein. Sollte doch etwas passiert sein, würde jeder einzelne Betroffene natürlich schadlos gehalten. Für die Bank Austria war das der erste Angriff dieser Art.