Erstellt am 19. April 2012, 20:16

Bank Burgenland 2011 mit positivem EGT. Die Zwangskonvertierung von Fremdwährungskrediten in Ungarn hat im Vorjahr das Ergebnis der Bank Burgenland gedrückt: Das Geldinstitut musste bei seiner Tochter Sopron Bank eine Kapitalerhöhung um 7 Mio. Euro vornehmen.

Die Bank Burgenland hat im Vorjahr einen Jahresüberschuss nach Steuern von 12,9 Mio. Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ging um ein Drittel auf 7,6 Mio. Euro zurück, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung mit.

"Wenn auch unterm Strich das sehr erfolgreiche Vorjahr nicht übertroffen wurde: Mit dem Ergebnis 2011 können wir zufrieden sein", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bank Burgenland, Christian Jauk. Man habe im wesentlichen die strategischen Ziele erreicht, Einmalbelastungen aus Ungarn und eine bedeutende IT-Umstellung verarbeitet und sei "strategisch gut aufgestellt".

Die Bankengruppe der Grazer Wechselseitigen (GraWe) mit der Bank Burgenland an der Spitze sowie der Capital Bank, der Security KAG und der Sopron Bank erzielte 2011 einen Jahresüberschuss nach Steuern von 12,3 Mio. Euro (2010: 22,3 Mio. Euro). Die Bilanzsumme der Bank Burgenland blieb mit 3,7 Mrd. Euro nahezu gleich. Der Nettozinsertrag stieg um 7,9 Prozent auf 46,9 Mio. Euro. Die Eigenmittelquote liege bei 15,8 Prozent. Damit nehme die Bank Burgenland im österreichischen und internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Die gesamte GraWe-Bankengruppe weise eine Eigenmittelquote von 16,2 Prozent aus.

An der konservativen Veranlagungspolitik werde man festhalten. Der Anteil von Staatsanleihen aus PIIGS-Ländern (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) am Gesamtinvestitionsvolumen der Bankengruppe mit einer Bilanzsumme von 4,4 Mrd. Euro liege mit unter 0,5 Prozent auf "zu vernachlässigendem Niveau", hieß es.