Erstellt am 28. August 2015, 18:36

von APA/Red

Bank Burgenland greift tief in Tasche. Die Bank Burgenland hat im ersten Halbjahr 2015 wegen der Zahlungsausfälle bei der Hypo-Abbaugesellschaft Heta nochmals tiefer in die Tasche greifen müssen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Schon in der Bilanz 2014 gab es auf eine Heta-Anleihe eine Abschreibung, zudem mussten die Burgenländer für Heta-Verbindlichkeiten gegenüber der Pfandbriefstelle zurückstellen. 2014 kostete das die Bank Burgenland 25,3 Mio. Euro.

Im Halbjahresabschluss 2015 hat die Bank Burgenland diese Vorsorgen um 5,9 Mio. Euro erhöht. Das teilte die Bank am Freitag im Zwischenbericht mit.

Die Bank Burgenland ist Konzernobergesellschaft der Bankengruppe der Grazer Wechselseitigen (Grawe). Heuer hat sie die ehemalige Kirchenbank Schelhammer & Schattera mehrheitlich erworben, mittlerweile besitzt sie über eine Zwischenholding 85 Prozent. Schelhammer & Schattera wird seit Juni im Bank-Burgenland-Konzernabschluss bilanziert. Deshalb sind Bilanzvergleiche zum Vorjahr nur eingeschränkt möglich.

Bis Ende Juni 2015 meldete die Bank Burgenland am Freitag ein Konzernergebnis (nach IFRS-Bilanzierung) von 57,3 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2014 waren es 16,2 Mio. Euro gewesen.

Dieses "außerordentlich hohe" Konzernergebnis sei, so die Bank, vor allem durch Einmaleffekte aus dem Ergebnis aus Finanzinstrumenten sowie Beteiligungen ermöglicht worden. Würden diese Einmaleffekte bereinigt, liege das operative Ergebnis bei 19,6 Mio. Euro und gut ein Fünftel über Vorjahr, hieß es in einer Aussendung. Der Zinsüberschuss habe um 15 Prozent zugelegt, der Provisionsüberschuss um fast 8 Prozent. Die Bilanzsumme lag im Juni bei 4,78 Mrd. Euro (plus 15 Prozent seit dem Ultimo).

Zur Grawe-Bankengruppe gehören neben der Bank Burgenland als übergeordnetes Institut der Kreditinstitutsgruppe die ungarische Sopron Bank, die BB Leasing, die Capital Bank - GRAWE Gruppe, die Brüll Kallmus Bank, die Security KAG sowie seit 9. Juni 2015 Schelhammer & Schattera samt Fondsgesellschaft.

Ihre Pläne verfehlt hat wieder die ungarische Sopron Bank Burgenland. Die Bank operiere weiter in einer herausfordernden Marktsituation, heißt es im Zwischenbericht. Lässt man Bankensteuern und Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Ungarn außer acht, wird für die Ungarnbank für das erste Halbjahr ein "knapp positives Ergebnis" gemeldet.