Erstellt am 08. Juli 2013, 13:26

Bankenkrise bereitete hohen Boni ein Ende. Im Vergleich zu 2011 sind Bonuszahlungen im Investmentbanking und Vertrieb um mehr als die Hälfte gesunken.

Grundgehälter im Rechnungswesen, Controlling und Risikomanagement stiegen dagegen aber überdurchschnittlich stark, so das Ergebnis der jüngsten Bankengehaltsstudie des Beratungsunternehmens Deloitte.

"Die starke Reduktion der variablen Zahlungen - bis zu minus 60 Prozent zum Beispiel im Investmentbanking - zeigt, dass die Regulatorien am Markt angekommen sind und den hohen Boni ein Ende bereitet haben", so Deloitte-Österreich-Partnerin Gundi Wentner in einer Pressemitteilung am Montag. Variable Zahlungen wurden demnach nicht nur in ihrer Anteilshöhe am Grundgehalt reduziert, sondern auch an weniger Mitarbeiter vergeben.

Allerdings sind im Rechnungswesen, Controlling und Riskmanagement nicht nur der Personalstand, sondern auch die Grundgehälter - insbesondere bei Führungskräften - überdurchschnittlich stark gestiegen. Verantwortlich dafür sind in erster Linie die höheren Anforderungen der Aufsicht. Diese bringen mehr Aufwand in den Banken mit sich und erfordern zusätzliche Kompetenzen der Mitarbeiter.

Obwohl das Image der Banken in den letzten Jahren stark gelitten hat, bieten sie laut Studie als Arbeitgeber ein attraktives Gesamtpaket, das sich insbesondere durch gute Zusatzleistungen auszeichnet, zu denen etwa flexible Arbeitszeitmodelle und Karriere- bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten gehören. Attraktiv ist demnach auch der Entwicklungsspielraum beim Gehalt: die durchschnittliche Steigerung des Grundgehaltes vom Einstieg bis zum Senior betrage rund 90 Prozent. In den Bereichen Treasury sowie Wertpapier- und Investmentbanking betragen die Steigerungen im Schnitt sogar mehr als 110 Prozent.