Erstellt am 25. September 2013, 13:31

Bargeldloser Zahlungsverkehr wächst unaufhaltsam. Der bargeldlose Zahlungsverkehr wächst unaufhaltsam. Banken wickelten im Jahr 2012 rund 377 Billionen US-Dollar (280 Billionen Euro) an bargeldlosen Transaktionen ab.

Das entsprach mehr als dem fünffachen Wert des globalen BIP, schreibt die Boston Consulting Group (BCG) in einer neuen Zahlungsverkehrstudie.

Bei einer jährlichen Wachstumsrate von im Schnitt 7 Prozent werde der Wert von bargeldlosen Transaktionen bis 2022 auf voraussichtlich 712 Billionen Dollar ansteigen, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Bis 2022 werden den BCG-Prognosen zufolge die Erträge aus "Zahlungsverkehr und Transactionbanking" bei einer jährlichen Wachstumsrate von 8 Prozent auf voraussichtlich auf 1,1 Billionen Dollar ansteigen.

Im vergangenen Jahr lukrierten die Banken mit diesen Geschäftsbereichen 301 Mrd. Dollar an Transaktionserträgen, inklusive monatlicher und jährlicher Kartengebühren, sowie 223 Mrd. Dollar an kontobezogenen Erträgen, inklusive Kontoführungsgebühren und Margen. Diese Geschäftsbereiche sorgten damit für ein Viertel der globalen Erträge im Bankensektor.

Wie die BCG-Experten schreiben, sind Zahlungsverkehr und "Transaction Banking" seit der Finanzkrise 2008/09 eine wesentliche Ertragsquelle für viele Banken. Als stabile Ertragsquelle, aber auch zum Aufbau von Kundenloyalität würden sie weiter an Bedeutung gewinnen. Die Banken müssten aber reagieren, um ihre Erträge aus diesen Sparten entsprechend zu steigern - vor allem mit Blick auf die "zweigeteilte Welt" mit geringem Wachstum in den Industriestaaten und hohem Wachstum in Schwellenländern.

Von 2012 bis 2022 dürften, so die Studie, Zahl und Volumen der Zahlungsverkehrstransaktionen in den schnell wachsenden Märkten pro Jahr um 11 Prozent steigen, verglichen mit 4 bzw. 5 Prozent in den reifen Märkten. Das gleiche gelte für die Erträge daraus.

Regulatorische Vorgaben, schärferer Wettbewerb und veränderte Kundenanforderungen könnten das Wachstum bremsen. Im "new normal" des veränderten Umfelds für Banken müssten die Institute deshalb über die gesamte Wertschöpfungskette des Retail-Zahlungsverkehrs hinweg innovativer sein, rät Boston Consulting-Partner Gero Freudenstein.