Erstellt am 20. Dezember 2011, 11:55

Bauern-Einkommen stiegen um 12,2 Prozent. Die österreichischen Bauern dürfen sich heuer trotz der negativen Auswirkungen der EHEC-Epidemie und des Dioxin-Skandals in Deutschland über einen deutlichen Einkommenszuwachs freuen.

Das reale Agrareinkommen je Arbeitskraft legte 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Prozent zu, nach einem Plus von 14,9 Prozent im Jahr 2010, geht aus der ersten Vorausschätzung der Statistik Austria hervor.

Eine gute Ernte und Preisanstiege im Bereich Fleisch und Milch waren die Haupttreiber für das Einkommensplus, trotz stark gestiegener Produktionskosten. Agrarförderungen machten heuer noch immer rund 60 Prozent des Faktoreinkommens aus und lagen damit nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-0,4 Prozent). "Eine stabilisierende Größe für die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft sind die Förderungszahlungen", betonte die Statistik Austria.

In der EU ist das reale Einkommen der Bauern im laufenden Jahr um 6,7 Prozent gestiegen, nach einem Wachstum von 12,6 Prozent im Vorjahr. Der Anstieg ergibt sich laut dem EU-Statstikamt Eurostat aus einer Zunahme des realen landwirtschaftlichen Einkommens (+3,9 Prozent) in Verbindung mit einer Verringerung des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes (-2,7 Prozent).

Die höchsten Anstiege verzeichneten Rumänien (+43,7 Prozent), Ungarn (+41,8 Prozent), Irland (+30,1 Prozent), die Slowakei (+25,3 Prozent), Luxemburg (+25,2 Prozent), Tschechien (+23,5 Prozent), Bulgarien (+23,2 Prozent) und Dänemark (+20,2 Prozent). Die größten Rückgänge ergaben sich für Belgien (-22,5 Prozent), Malta (-21,2 Prozent), Portugal (-10,7 Prozent) und Finnland (-9,6 Prozent).