Erstellt am 13. Februar 2012, 14:45

Bauernvertreter akzeptieren Sparpaket. Für den Landwirtschaftskammer-Präsidenten Gerhard Wlodkowski und den niederösterreichische Agrarlandesrat Stephan Pernkopf sind die Maßnahmen des Sparpakets für die Bauern "schmerzhaft, aber verkraftbar".

Im Schnitt verliere ein Betrieb rund 250 Euro pro Jahr durch die Abschaffung des Agrardiesels, sagte Landwirtschaftsminister Berlakovich am Montag.

Insgesamt wird bei den Bauern jährlich durch die Abschaffung der Rückvergütung der Mineralölsteuer rund 50 Mio. Euro eingespart. Aus dem Agrarsektor sollen laut Berlakovich weiters rund 250 Mio. Euro pro Jahr durch die neue Immobilienbesteuerung und Umwidmungsabgabe ins Budget fließen.

Zusätzlich müssen die Bauern höhere Beiträge in ihre stark defizitäre Sozialversicherungsanstalt einzahlen. Der Beitragssatz für die Pensionsversicherung der Landwirte wird schrittweise erhöht und soll bis 2016 insgesamt rund 175 Mio. Euro bringen. Details werden derzeit noch mit der Sozialversicherung verhandelt. Außerdem wird das Pensionsalter der Bauern "im Einklang mit anderen Berufsgruppen" in den nächsten Jahren schrittweise von 57 auf 60 Jahre erhöht.

Es konnten beim Sparpaket aber "unglaubliche Forderungen" an die Landwirtschaft abgewehrt werden, zeigte sich Berlakovich erfreut. Dies hätte zu einem "flächendeckenden Bauernsterben geführt". Alle drei Agrarvertreter zeigten sich am Montag mit dem Verhandlungsergebnis beim Sparpaket zufrieden.