Erstellt am 02. Mai 2012, 14:27

Bauproduktion legte im Jänner massiv zu. Die österreichische Bauproduktion hat im Jänner massiv zugelegt. Der Produktionswert der Hoch- und Tiefbauunternehmen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,9 Prozent auf 627,7 Mio. Euro, teilte die Statistik Austria heute, Mittwoch, in einer Aussendung mit.

 Der Hochbau verzeichnete ein Plus von 25,2 Prozent auf 407,4 Mio. Euro. Wesentlich weniger dynamisch entwickelte sich der Tiefbau mit einem Zuwachs von nur 4,3 Prozent auf 191,7 Mio. Euro. Die Daten des Baunebengewerbes sind hier nicht berücksichtigt. Die Auftragsbestände erhöhte sich um 13,8 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro.
 
Den Anstieg im Hochbau bedingten vor allem die Sparten Wohnungs-und Siedlungsbau (plus 41,2 Prozent), Industrie- und Ingenieurbau (plus 18,6 Prozent) sowie Adaptierungsarbeiten im Hochbau (plus 16,1 Prozent) und der Sonstige Hochbau (plus 15 Prozent).
 
Im Tiefbau gut gelaufen sind der Wasserbau (plus 37,3 Prozent), der Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau (plus 21,3 Prozent) sowie der Straßenbau (plus 18,4 Prozent). Rückläufig waren hingegen der Tunnelbau (minus 18,2 Prozent), der Brücken- und Hochstraßenbau (minus 10,6 Prozent), der Sonstige Tiefbau (minus 10,5 Prozent) sowie der Bahnverkehrsstreckenbau (minus 8,1 Prozent).
 
Die stärksten Zuwächse bei der Bautätigkeit verzeichneten die Bundesländer Vorarlberg (plus 49,8 Prozent), Niederösterreich (plus 37,8 Prozent), die Steiermark (plus 33,7 Prozent) und Salzburg (plus 31,5 Prozent). Rückläufig war die Entwicklung hingegen in Wien (minus 0,8 Prozent) und im Burgenland (minus 9,8 Prozent).
 
Der öffentliche Sektor kurbelte seine Bautätigkeit im Jänner an - der Produktionswert stieg hier um 9 Prozent auf 201,5 Mio. Euro. Auf den Tiefbau entfiel mit einem Produktionswert von 105,2 Mio. Euro (plus 1 Prozent) mehr als die Hälfte (52,2 Prozent) der öffentlichen Gesamtinvestitionen. Im Hochbau war die Entwicklung mit einem Zuwachs des öffentlichen Engagements um 19,4 Prozent aber wesentlich dynamischer.
 
Die öffentlichen Investitionen im Wohnungs- und Siedlungsbau stiegen im Jänner um 57,1 Prozent, im Wasserbau betrug das Plus 35,9 Prozent und im Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau 17,7 Prozent. Die stärksten Rückgänge gab es im Sonstigen Tiefbau (minus 19,9 Prozent), im Tunnelbau (minus 12 Prozent) sowie im Bahnverkehrsstreckenbau (minus 10,4 Prozent).