Erstellt am 23. Mai 2012, 09:46

Bauspardarlehen-Angebote differieren kaum. Die Angebote heimischer Bausparkassen für Darlehen klaffen kaum auseinander - daher werden andere Faktoren wie Zinsaufschläge oder Gebühren-Rabatte immer wichtiger für die Verbraucher.

Bauspar-Kreditnehmer sollten sich nicht allein von der Höhe des Anfangszinses beeindrucken lassen, sondern sich auch über die Aufschläge informieren, rät der Verein für Konsumenteninformation (VKI). Ohne Verhandeln oder zumindest Nachfragen - etwa ob bei Gebühren oder Zinsaufschlag ein gewisses Entgegenkommen drin sein könnte - sollte bei Bauspardarlehen nichts laufen, wird empfohlen. Geprüft wurden vom VKI konkret die Konditionen für ein 100.000-Euro-Bauspardarlehen mit 25 Jahren Laufzeit für ein Ehepaar mit guter Bonität, das aber über keinen Bausparvertrag verfügt.

Die Gesamtrückzahlungen lagen bei den Angeboten der vier Institute zwischen 147.440 und 152.539 Euro, unterschieden sich also nur um rund 5.000 Euro. Auch in einer Hochzinsphase kann die Rückzahlung ab Zuteilung des Kredits bei diesem Beispiel höchstens an die 195.000 Euro steigen - da die Kreditzinsen bei Bauspardarlehen mit 6 Prozent nach oben begrenzt sind. Im schlimmsten Fall würden damit die monatlichen Raten auf rund 660 Euro steigen. Dennoch sollte man sich überlegen, ob die maximale Rate auch dann längerfristig leistbar ist, wenn das Einkommen eines Partners wegfällt, heißt es.

Genaue Vorgaben gebe es auch bei der Mindest- und Maximalhöhe der Zinsen, die den Kreditnehmern verrechnet werden dürfen. Sie müssen irgendwo zwischen 3 und maximal 6 Prozent angesiedelt sein. In der Erhebung lagen die Nominalzinsen ab Zuteilung bei drei Kassen exakt bei 3 Prozent, eine verrechnete 3,2 Prozent. Unterschiede zeigten sich auch beim effektiven Jahreszinssatz, also dem über die gesamte Laufzeit gerechneten Zinssatz mit allen Kosten: Hier klafften die Zinsen dem Test zufolge von 3,4 bis 3,7 Prozent auseinander.