Erstellt am 06. März 2013, 13:40

Bausparvertrag bleibt beliebteste Anlageform. Die Österreicher wollen ihr Geld weiterhin am liebsten in Bausparvertrag und Sparbuch anlegen, Aktien stoßen wieder auf stärkeres Interesse und Gold ist beliebt wie nie zuvor.

Das geht aus einer aktuellen GfK-Austria-Umfrage hervor. Das Edelmetall erreichte im vierten Quartal 2012 sein All-Time-High mit 28 Prozent und lag nach Grundstücken auf Rang vier der beliebtesten Anlageformen. Das Interesse der Österreicher an Aktien stieg auf den höchsten Wert seit 2007. Den Kauf von Aktien hielten 12 Prozent der Befragten für besonders lukrativ, nach 11 Prozent 2011. Daraus einen "künftigen Run auf Aktien abzuleiten wäre zwar übertrieben", so GfK-Finanzmarktexpertin Sonja Buchinger. Das gestiegene Interesse zeige aber, dass sich die Österreicher aktiv nach Alternativen zu Bausparer und Sparbuch umsehen. Gegenüber dem dritten Quartal haben laut GfK auch Investmentfonds an Attraktivität gewonnen und liegen mit 12 Prozent jetzt gleichauf mit Aktien.

Beliebteste Anlageform war der Bausparvertrag mit 42 Prozent. Die Prämien-Halbierung im Zuge des Sparpakets im Vorjahr habe das Image jedoch nachhaltig beeinflusst, so GfK. Die Beliebtheit sei Ende 2012 vom Rekordniveau von 53 Prozent im Jahr 2011 weit entfernt gewesen.

Auf Rang zwei liegt das Sparbuch, das Ende des vierten Quartal 40 Prozent für besonders interessant hielten. 2011 waren es allerdings noch 44 Prozent und im ersten Quartal 2012 sogar 47 Prozent. Dahinter folgen Grundstücke mit 33 Prozent, das Interesse ist gegenüber dem dritten Quartal mit 37 Prozent aber wieder etwas abgeflaut. 2011 erreichten Grundstücke einen Wert von 31 Prozent.

Den vierten Platz nimmt Gold mit 28 Prozent ein, nach 26 Prozent 2011. Gegenüber 2007 hat sich das Interesse an Gold vervierfacht. Dahinter folgen die Lebensversicherung mit 22 Prozent (2011: 26 Prozent) und die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge mit 16 (22) Prozent, deren Prämie ebenfalls im Vorjahr halbiert worden war. Die private Zusatzpension kam auf 14 Prozent und zuhause Sparen auf 11 Prozent.