Erstellt am 21. Juni 2012, 19:14

BAWAG zeigte Elsners Stiftung wegen Geldwäsche an. Die BAWAG erhöht den Druck auf ihren Ex-Generaldirektor Helmut Elsner, gegen den sie mit einer Subsidiaranklage im zweiten BAWAG-Strafprozess vorgeht.

 Die Bank hat im Mai eine Strafanzeige wegen Geldwäsche gegen die Vorstände der Gambit-Stiftung (die das Ehepaar Elsner im Jahr 2000 gegründet hat), Elsner und andere eingebracht, bestätigte BAWAG-Anwalt Markus Fellner.

Die Stiftungsvorstände weisen die Vorwürfe zurück, die Stiftung prüfe rechtliche Schritte. Für Elsners Anwalt Jürgen Stephan Mertens, der die Anzeige kennt, sei es "noch zu früh, inhaltlich etwas zu sagen", heißt es in dem Bericht.

Über die Subsidiaranklage will die BAWAG auf die Pensionsabfindung Elsners - 6,8 Millionen Euro hatte er sich im Jahr 2000 auszahlen lassen - zugreifen. Mit der Anzeige soll verhindert werden, dass das Geld aus der Stiftung abgezogen wird, so die Zeitung. In ihrer Anzeige äußert die Bank den "dringenden Verdacht, dass die Gambit von Anfang an zum Zweck der Beiseiteschaffung des rechtswidrig erlangten Vermögens und ... zum Zweck der Gläubigerbeeinträchtigung und Geldwäsche errichtet wurde."

Im Juni 2006 wurde das Stiftungsvermögen gerichtlich eingefroren, was aber jetzt wackeln soll. Im April wurde der Antrag auf Verlängerung der Maßnahme abgewiesen. Trotz Einspruchs dagegen könnte das Gericht jederzeit das Stiftungsvermögen auftauen, berichtet "Der Standard".