Erstellt am 27. Mai 2013, 12:56

Bedeutung von Autobesitz nimmt im Westen ab. Die Mobilitätsgewohnheiten in der westlichen Welt ändern sich Richtung Bedarf - der Besitz verliert an Bedeutung, auch in Österreich.

Das ist der Sukkus der Studie "Risk Pulse" der Allianz zum Thema Mobilität. Gründe für die abnehmende Bedeutung von Autobesitz sind Urbanisierung, Car-Sharing-Möglichkeiten, steigende Spritkosten, alternde Gesellschaften, Klimabewusstsein und Digitalisierung.

Laut Studie werden in Österreichs Ballungszentren bis 2030 um 600.000 Menschen mehr leben als noch 2009, was die Nutzung von Car-Sharing-Dienstleistungen erleichtere. In der Studie der Allianz heißt es, die Zahl der Car-Sharing-Nutzer in Europa steigt von 0,7 Millionen im Jahr 2011 auf 5,5 Millionen bis 2016 an. "Es scheint, dass der Besitz eines eigene Autos in den meisten Ländern Westeuropas seine Blütezeit bereits hinter sich hat", kommentiert Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich.

In den EU-27 gab es zwischen 2007 und 2012 einen Einbruch von 15,6 Mio. Neuzulassungen auf 12 Mio. Neuzulassungen. In Österreich nahmen die Neuzulassungen im selben Zeitraum noch von knapp 300.000 anno 2007 auf 336.000 im Jahr 2012 zu; im ersten Quartal heuer ging die Zahl der neuen Zulassungen von Autos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings um fast 10 Prozent zurück.

Auch in den USA sank die Zahl der Neuzulassungen von 2007 bis 2012 von 7,6 auf 7,5 Millionen Autos. In den Schwellenländern hingegen nimmt die Kaufkraft der Mittelschicht zu, was zu starker Auto-Nachfrage führt.