Erstellt am 18. März 2013, 18:45

Begas-Affäre: Baukonzern probiert präventive Reinwaschung. Im Februar machte Ex-Begas-Vorstand Rudolf Simandl mit angeblichen Liechtenstein-Millionen Schlagzeilen.

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Nun habe eine große Baufirma an die Begas 2,6 Mio. Euro überwiesen und in einem Anwaltschreiben erklärt, dass der Baukonzern in der Vergangenheit hohe Bargeldbeträge an Simandl übergeben habe, heißt es in einer Aussendung des Nachrichtenmagazins "News". Die Baufirma könne nicht ausschließen, dass Simandl dieses Geld nicht für Begas-Projekte verwendet, sondern selbst eingesteckt habe. Da man nie die Absicht gehabt habe, an derartigen Malversationen mitzuwirken, zahle man das Geld nun zurück, um die Begas schadlos zu halten.

"News" schreibt in der Aussendung in diesem Zusammenhang von einem "dringenden Verdacht der Bestechlichkeit" gegen Simandl. Der Ex-Begas-Chef hat laut Presseberichten in Liechtenstein 14 Mio. Euro Vermögen.

Ein Sprecher der Energie Burgenland bestätigte auf Anfrage der APA, das Schreiben der Rechtsanwaltskanzlei erhalten zu haben. Das Geld sei bereits angekommen und auf einem Treuhandkonto geparkt. "Wir schauen, wem das zusteht und dann schauen wir weiter", so Sprecher Gerhard Altmann. Die Bargeldzahlungen an Simandl seien außerhalb der Begas-Buchhaltung gelaufen, deshalb habe das bei der Sonderprüfung leider nicht gefunden werden können, so der Unternehmenssprecher. Man habe heute Montag eine vertiefende Prüfung der Begas-Auftragsvergabe beschlossen und halte sich weiterhin an die bisherige Linie: Lückenlose Aufklärung und Weitergabe an die Staatsanwaltschaft.