Erstellt am 03. April 2013, 17:49

Begas-Affäre: Ermittlung gegen zwölf Beschuldigte. In der Begas-Affäre wird auf Hochdruck ermittelt - und zwar bereits gegen zwölf Beschuldigte, teilte Erich Mayer, Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Mittwoch mit.

Angeschlagen: Rudolf Simandl kann laut Gutachten erst in Monaten einvernommen werden.  |  NOEN, Foto: BVZ
Neben Ex-Begas-Chef Rudolf Simandl wird gegen seinen langjährigen Stellvertreter Reinhard Schweifer, zwei Manager, einen Architekten, den Bauunternehmer Klaus Ortner sowie einen Autohändler und vier Gastronomen ermittelt. Als zwölfte Person wurde ein Steuerberater von der WKStA genannt.

Bei dem burgenländischen Autohändler soll der Verdacht des Betruges und des schweren Betruges vorliegen. Simandl soll von dem Autohändler einen Pkw im Wert von rund 40.000 Euro zur Privatbenutzung erhalten haben. Bezahlt wurde vom Ex-Begas-Chef jedoch nicht mit Geld - sondern in Form von Gas-Gutscheinen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Grund für die Ermittlungen gegen die vier Gastronomen und den Steuerberater sei der Verdacht der Beteiligung an der Untreue, hieß es von der WKStA. Die Gastronomen sollen Simandl Restaurant-Gutscheine ausgestellt haben, die er dann privat konsumiert habe. Die Rechnungen sollen laut "News" aber mit erfundenen Rechnungstexten an die Begas gegangen und vom Gasversorger auch bezahlt worden sein.

In den Akten schreiben die Ermittler laut dem Nachrichtenmagazin von "Haftgründen" und "Zwangsmaßnahmen" für Simandl, die aufgrund von "vorliegenden neuen Erkenntnissen" jetzt "möglich erscheinen". Seitens der WKStA hieß es dazu auf Anfrage, dass sich Simandl nicht in Untersuchungshaft befinde. Auf die Frage, ob der Ex-Vorstand in der Vergangenheit bereits einvernommen wurde, man könne dazu "prinzipiell" nichts sagen. Das Landeskriminalamt Burgenland habe aber mittlerweile sein Ermittlungsteam aufgestockt.