Erstellt am 27. September 2013, 13:18

BEGAS-Affäre: Weitere Schadenersatzklagen fix. Die Energie Burgenland wird im Zusammenhang mit der BEGAS-Affäre weitere Schadenersatzklagen einbringen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Seit dieser Woche lägen die Berichte der Wirtschaftsprüfer zu den Auftragsvergaben in der ehemaligen BEGAS vor. Bei den Prüfungen seien "weitere schädigende Handlungen aufgetaucht", hieß es. Der Aufsichtsrat der Energie Burgenland sei in seiner heutigen Sitzung über die wesentlichen Inhalte informiert worden.

Berichte werden nächste Woche den Ermittlungsbehörden übergeben

Über die Anzahl beziehungsweise den Streitwert der Klagen könne man noch nichts sagen, so ein Sprecher auf Anfrage. In den nächsten zwei bis drei Wochen soll die rechtliche Würdigung durch die Anwälte erfolgen. Die Berichte werde man kommende Woche den Ermittlungsbehörden übergeben.

Mit dem früheren BEGAS-Chef Rudolf Simandl befindet sich die Energie Burgenland als Rechtsnachfolgerin der BEGAS bereits in einem Rechtsstreit.

Nächste Verhandlung steht im November an

Das Unternehmen will von dem Ex-Manager 2,8 Mio. Euro aus geleisteten Pensionszahlungen zurück - mit dem Argument, Simandl habe seinen Pensionsanspruch bereits im Jahr 2000 verwirkt.

Beim ersten Prozesstermin im August wurde den Streitparteien vom Gericht eine mehrwöchige Frist eingeräumt, um weitere Stellungnahmen abzugeben.

Die Richterin kündigte außerdem an, bis zur voraussichtlich nächsten Verhandlung im November die Möglichkeit zu prüfen, den Zivilprozess bis zum Abschluss eines laufenden Strafverfahrens auszusetzen.