Erstellt am 09. Oktober 2013, 15:52

BEGAS: Energie Burgenland übergab Prüfungsunterlagen an Kripo. Bei der Energie Burgenland hat man einen weiteren Schritt zur Aufarbeitung von Altlasten aus der Ära vor der Fusion von BEWAG und BEGAS gesetzt.

Am Mittwoch wurden die Berichte der BEGAS-Prüfungen der Kriminalpolizei übergeben, so eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. Anzahl und Ausmaß von weiteren Schadenersatzklagen soll in den kommenden Wochen feststehen: "Derzeit arbeitet noch die Rechtsanwaltskanzlei an der rechtlichen Würdigung der Berichte der Prüfer und der technischen Sachverständigen."

Zivilprozess geht Ende des Monats in die nächste Runde

Ende Oktober kommt auf den Energieversorger eine weitere Runde in den Zivilprozessen mit den ehemaligen, 2011 fristlos entlassenen BEWAG-Vorständen zu. Ex-Vorstandssprecher Hans Lukits war mit seiner in einem Teilurteil abgelehnten Forderung gegen den früheren Arbeitgeber im Ausmaß von 398.266 Euro auch in der Berufung beim Oberlandesgericht Wien unterlegen.

Ex-BEWAG-Vorstand Münzenrieder fordert 349.000 Euro

Über "nicht entlassungsabhängige" Ansprüche des Ex-BEWAG-Chefs im Gesamtausmaß von knapp 152.000 Euro - betreffend Urlaubsentschädigung sowie einen restlichen Bonus - wird am 29. Oktober im Landesgericht Eisenstadt weiterverhandelt, bestätigte die Energie Burgenland.

Einen Tag später sind die Rechtsbeistände der Energie Burgenland bei einem weiteren Zivilprozess mit der Forderung von Lukits' früheren BEWAG-Vorstandskollegen Josef Münzenrieder konfrontiert. Münzenrieder hat wie Lukits nach seiner Entlassung geklagt und will von der Energie Burgenland 349.000 Euro.