Erstellt am 15. Januar 2014, 15:43

BEGAS: Heiligenkreuz im Visier der Ermittler. In der BEGAS-Affäre beschäftigt Ermittler auch die nie gebaute Müllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz. Laut "News" soll ein Planungsbüro über 970.000 Euro zu viel erhalten haben.

APAHDS12 - 26022009 - EISENSTADT - OESTERREICH: ZU APA CI - Mit einem Berg aus MYllsScken, Tetrapacks und Pizzaschachteln sahen sich Donnerstag, 26. Februar 2009 , Mitarbeiter und Besucher beim Betreten des Begas-ZentralgebSudes in Eisenstadt konfrontiert. Rund 30 Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace aus ...sterreich und Ungarn hatten den Abfall auf der Stiege vor dem Haupteingang aufgetYrmt, um gegen die geplante MYllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz im SYdburgenland zu protestieren. APA-FOTO: GREENPEACE / KURT PRINZ  |  NOEN, GREENPEACE/KURT PRINZ (APA)
Ob Ex-BEGAS-Chef Rudolf Simandl angeklagt wird, soll bis März feststehen, bestätigte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Mittwoch auf Anfrage Berichte von "Kurier" und ORF Burgenland.

x  |  NOEN, SEEBACHER
Die Müllverbrennungsanlage war zwar geplant, aber nicht errichtet worden. Laut Ermittlern soll eine unrechtmäßige Bereicherung im Ausmaß von 978.697,68 Euro vorliegen, berichtete "News".

Ziviltechniker in Afrika statt in der Arbeit gewesen

Bei der Befragung von Mitarbeitern des mit der Planung beauftragten Ziviltechnikerbüros seien Widersprüche zutage getreten: So habe beispielsweise ein Mitarbeiter angegeben, dass er zu der Zeit, als Arbeitsstunden eingetragen waren, in Afrika gewesen sei.

Bei den Ermittlungen gegen Simandl seien inzwischen einzelne Teilbereiche großteils abgeschlossen, bestätigte Oberstaatsanwältin Carmen Prior.

Im ersten Quartal 2014 Entscheidung über etwaige Klagen

Dazu gehörten etwa Vorwürfe im Zusammenhang mit der Abrechnung privater Leistungen über die BEGAS und eine nicht korrekte Abwicklung des Dienstverhältnisses. Man rechne damit, dass hinsichtlich dieser Teilbereiche im ersten Quartal 2014 die Entscheidung falle, ob Anklage erhoben wird.

Alleine die Energie Burgenland hat in der Causa BEGAS beziehungsweise Simandl bisher neun Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft übermittelt , die bisher letzte am 23. Dezember.

Zu einem "Kurier"-Bericht, wonach die zivilrechtliche BEGAS-Sonderprüfung die Energie Burgenland rund 2,8 Mio. Euro gekostet habe, gab es am Mittwoch vom Unternehmen keinen Kommentar. Man wolle zuerst den Aufsichtsrat informieren, hieß es auf APA-Anfrage.