Erstellt am 21. Dezember 2013, 23:59

BEGAS: Neue Verdächtige. Ungereimtheiten / Gerbavsits: „Es wird deutlich, dass Provisionen in Millionenhöhe an Simandl und Dritte zurückgeflossen sind.“

Die im Frühjahr in Auftrag gegebene zweite Sonderprüfung zur Causa BEGAS ist abgeschlossen. Nachdem 2012 der Schwerpunkt der Prüfungen auf einer nach innen gerichteten Recherche lag, war die Selbstanzeige und Rückzahlung von 2,6 Millionen des Unternehmers Klaus Ortner im März der Anlass für eine „nach außen“ gerichtete Prüfung. Der Energie Burgenland (EB) liegen seit dieser Woche die Berichte vor.

Die Verdachtsmomente, die im Frühjahr die Beauftragung und Durchführung der abermaligen Prüfungshandlungen mit Fokus auf den Zeitraum 1995 bis 2012 veranlasst haben, wurden deutlich bestätigt.

Beschuldigte gibt es auch  

Noch während der laufenden Prüfung 2013 wurden sechs weitere Sachverhaltsdarstellungen durch die Energie Burgenland an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eingebracht, weitere Anzeigen sind in Ausarbeitung und werden nun an die Behörden übermittelt. EB-Vorstand Michael Gerbavsits: „Dies hat schon jetzt zu einer Ausweitung des Kreises der Beschuldigten sowie zu Ermittlungen der Behörden über Österreichs Grenzen hinaus geführt. Die Verdachtsmomente umfassen dabei den Tatbestand der Untreue, des Betruges, der Veruntreuung, der Vorteilszuwendung an Amtsträger und den Vorwurf der unrichtigen Bilanzierung.“ Gerbavsits weiter: „Es wird deutlich, dass Provisionen in Höhe von mehreren Millionen Euro unter Einschaltung von BEGAS nahe stehenden Beratern über Umwege durch das Ausland an Simandl und Dritte zurückgeflossen sind.“