Erstellt am 25. Oktober 2013, 12:11

BEGAS: Schweifer wehrt sich in Turbinen-Causa. In der BEGAS-Affäre wehrt sich der frühere Vorstandsdirektor Reinhard Schweifer (hier re. im Bild) gegen Vorwürfe rund um eine Turbinenlieferung für den Bau von Fernwärmeheizwerken.

Die BEWAG-Vorstände Michael Gerbavsits (l.) und Reinhard Schweifer (r.) mit Gerhard Milletich, dem Geschäftsführer des Bohmann-Verlages und Käufer des Burgenländischen Kabelfernsehns.  |  NOEN, ZVG
Bei der Energie Burgenland hegt man aufgrund von Sonderprüfungs-Ergebnissen den Verdacht, dass für die Turbinen um 500.000 Euro zu viel gezahlt worden sei. Der Vorwurf, er habe sich der Anschaffung der teureren Turbinen nicht widersetzt, sei für ihn "total unverständlich", erklärte Schweifer.

Gesellschafter hätten andere Turbinen begrüßt: "Das ist protokolliert"

Die Entscheidung für die anderen Turbinen sei "wirtschaftlich begründet gewesen": Durch den besseren Wirkungsgrad lasse sich auf die gesamte Lebensdauer von bis zu 40 Jahren um eine Mio. Euro mehr verdienen. Drei der vier Turbinen seien an die Bioenergie Burgenland gegangen - deren Gesellschafter hätten diese Wahl begrüßt: "Das ist protokolliert", so Schweifer.

Der Ex-Vorstand, der 2011 von der BEGAS- in die BEWAG-Chefetage wechselte, drängt auch auf die Fortsetzung seines Zivilprozesses, den er nach seiner Entlassung gegen die Energie Burgenland als Rechtsnachfolger der beiden fusionierten Unternehmen anstrengte.

Verfahren: Warten auf Entscheidung bezüglich Weiterführung

Das Verfahren, das am 23. Oktober des Vorjahres begonnen hatte, wurde damals auf unbestimmte Zeit vertagt. Mittlerweile sei die Weiterführung beantragt, eine Entscheidung stehe noch aus.

Die Energie Burgenland hat ihrerseits aufgrund der Ergebnisse von Sonderprüfungen Forderungen im Ausmaß von 122.293 Euro gegen den Ex-Vorstand geltend gemacht. Das Unternehmen hat zudem angekündigt, von den Ex-BEGAS-Vorständen die Kosten der Sonderprüfungen einzufordern.