Erstellt am 30. April 2012, 10:17

Bei AUA wird neue Lage beraten. Bei der AUA (Austrian Airlines) wird am Montag über Mittag die neue Lage beraten.

Am Sonntag war eine Bordmitarbeiter-Abstimmung über das vorige Woche im Grund vereinbarte Personalkostensparpaket abgeblasen worden, weil es Gefahr lief, mehrheitlich abgeschmettert zu werden. Ob sie nun am heutigen Montag stattfindet, ist unklar.

Nach Gesprächen zu Mittag wollen am Nachmittag Management und Betriebsrat kommunizieren, wie es jetzt weiter geht. Betriebsratschef Karl Minhard hatte Sonntagabend erklärt, das Paket hänge an einem seidenen Faden. Minhard fügte aber hinzu, dass die elektronische Abstimmung kurzfristig aufgenommen werden könnte, wenn man sich in den gestern Abend wieder aufgenommenen Gesprächen mit dem Management zu den offenen Punkten einigt.

Laut einem vom Branchenportal "Austrian Aviation Net" zitierten nächtlichen Schreiben an die Bordbelegschaft schrieb Minhard, dass AUA-Chef Jaan Albrecht Verständnis für die Forderung des fliegenden Personals nach einem fertig ausformulierten Text habe. Und es könnte heute zu einem Durchbruch kommen. Der Betriebsrat will für den Fall neue Abstimmungen.

Jedenfalls verzögert sich damit wieder einmal ein Zeitplan im Sparprogramm der AUA-Spitze. Die nachhaltige Senkung der Personalkosten durch tiefgreifende Reformen der Kollektivverträge sowie kostengünstigere Arbeitszeit- und Pensionsreglements sind wesentlicher Part des vom Eigentümer Lufthansa verlangten Sanierungsprogramms. Bei der Lufthansa sind Beschlüsse über den weiteren Weg bei der Tochter in Wien ebenfalls schon überfällig.

Der Lufthansa-Vorstand schnürt gerade für den gesamten Airlinekonzern ein umfassendes Sparpaket. Das hat bereits vorab den Widerstand der Gewerkschafter auf sich gezogen.