Erstellt am 03. Mai 2012, 15:00

Bei Autokauf Trend zu Gebrauchten. Trotz des teuren Sprits ist das Auto für knapp drei Viertel der Österreicher weiterhin nicht verzichtbar, und selbst ein Preisanstieg auf über 2 Euro pro Liter hätte bei jedem zweiten keine Auswirkung auf das Fahrverhalten.

Dafür gibt es beim Autokauf einen Trend weg vom Neuwagen hin zu "Gebrauchten", geht aus der "Autostudie 2012" des führenden heimischen Kfz-Versicherers Generali hervor.

Hohe Bereitschaft gibt es, Geld für Fahrassistenzsysteme lockerzumachen. Mit neuen Systemen wie Hybrid oder E-Autos fangen die Menschen aber noch wenig an. Generali-Sach-Vorstand Walter Kupec sprach sich bei der Präsentation für serienmäßige Handy-Freisprecheinrichtungen aus.

Die Nutzungshäufigkeit der fahrbaren Untersätze ist - Spritpreis hin oder her - zuletzt sogar noch angewachsen. Heuer sagten 67 Prozent, sie würden "täglich bzw. fast täglich" mit dem Auto fahren, 2011 waren es 63 Prozent. Die höchsten Werte gab es dabei in Kärnten (79 Prozent) sowie OÖ und NÖ (je 71 Prozent), den niedrigsten in Wien (53 Prozent).

73 Prozent können sich "nein, sicher nicht" vorstellen, gänzlich auf ihr Auto verzichten bzw. es zu verkaufen, ebensoviel wie voriges Jahr. Am Land sind es 80 Prozent, in den Landeshauptstädten 60 Prozent, nach Geschlechtern gibt es aber kaum Unterschiede.

Für die Hälfte haben die hohen Spritpreise keine Auswirkungen auf ihr Fahrverhalten: 52 Prozent stimmten der Antwortmöglichkeit "Nein, auf mein Auto will und kann ich einfach nicht verzichten" zu - Männer zu 55 Prozent und Frauen zu 49 Prozent sowie Vielfahrer häufiger als Wenigfahrer. 47 Prozent räumten jedoch durchaus Änderungen des Fahrverhaltens ein, am häufigsten wurde erklärt, man versuche weniger mit dem Auto zu fahren bzw. Fahrten zu verbinden; die Alternativen "mehr zu Fuß" und "mehr mit dem Fahrrad" nannten Frauen häufiger.

Selbst ein Spritpreis über 2 Euro pro Liter hätte bei 43 Prozent der Befragten "keine Auswirkungen" (Männer: 47 Prozent, Frauen 41 Prozent), bei 53 Prozent aber schon; am häufigsten wurde dabei das Einschränken von Autofahrten genannt, gefolgt vom Ausweichen auf andere Verkehrsmittel, etwa Öffis oder Fahrrad.