Erstellt am 11. Januar 2013, 10:32

Bei ÖVAG dreistelliger Millionenverlust erwartet. In der seit vorigem April teilstaatlichen Volksbanken AG (ÖVAG) dürfte 2012 ein dreistelliger Millionenverlust übrig geblieben sein.

2011 hatte die Bank nach riesigen Abschreibungen mit einem Rekordverlust von 1,34 Milliarden Euro abgeschlossen und ohne Kapitalschnitt und frisches Bundeskapital nicht bilanzieren können. Der Kapitalschnitt hatte den Verlust aus 2011 größtenteils abgetragen.

Zahlen zur Bilanz 2012 liegen noch nicht vor. In Medienberichten vom Freitag ist von rund 150 Millionen Euro Verlust die Rede. Die ÖVAG selbst war Anfang November für 2012 von einem deutlich zweistelligen Millionenverlust auf Einzelinstitutsebene ausgegangen.

Jedenfalls für die Bilanz 2012 zu spät kommt der Zeitung zufolge ein ausstehender Sanierungsbeitrag der Altaktionärin RZB (Raiffeisen Zentralbank). Zur ÖVAG-Rettung im Frühjahr 2012 war die RZB vertraglich zur Umsetzung von "geeigneten Maßnahmen" verpflichtet worden, durch die der ÖVAG dauerhaft 100 Millionen Euro an "positiver Eigenkapitalwirkung und 500 Millionen Euro an Liquidität zugeführt werden".

Dafür sind schon mehrere Stichtage verstrichen, Raiffeisen und Volksbanker diskutieren nach wie vor um in Frage kommende Vermögenswerte und die Qualität von Kreditpaketen. Bisher nichts wurde in dem Zusammenhang auch aus dem Rückkauf des ÖVAG-Anteils an der RZB durch die Raiffeisen-Gruppe. Laut vorjährigen EU-Restrukturierungsauflagen hätte die ÖVAG bis 2016 Zeit, ihr rund fünfprozentiges RZB-Paket zu verkaufen.