Erstellt am 14. März 2012, 06:41

Beiträge schwächen Firmen. SOZIALVERSICHERUNG / Immer mehr Unternehmen leiden unter der Last von Versicherungsnach- und -vorauszahlungen.

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VON DORIS SEEBACHER

Immer mehr burgenländische Unternehmen leiden unter den Vorschreibungen der SVA – der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft. Gab es 2009 noch 961 Exekutionen im Quartal, so ist die Anzahl im Vorjahr 2010 auf 1023 hinaufgeschnellt. Dies betrifft mehr als die Hälfte aller gemahnten Selbstständigen. Vor allem für Kleinunternehmer und Einpersonenunternehmen stellen überraschend hohe Nachforderungen oft ein Existenzproblem dar.

Statt 6000 Euro nun 16.000 Euro zu bezahlen
Einer, den es gerade besonders hart trifft, ist beispielsweise ein Kleinunternehmer aus dem Bezirk Mattersburg. Er bekam kürzlich insgesamt 16.000 Euro vorgeschrieben – teils Nachzahlung, teils Vorschreibung für 2012. Gerechnet habe er mit 6000 Euro. „Für 2012 wird automatisch angenommen, dass ich genauso viel verdiene wie 2011“, so der Firmenchef. „Als Unternehmer hat man damit natürlich Schwierigkeiten, weil es müssen ja auch Investitionen getätigt werden.“ Die Sozialversicherung zeigt sich ihm gegenüber jedoch entgegenkommend. Er hat um Herabsetzung angesucht und muss nun „nur“ 12.000 Euro, aufgeteilt auf vier Raten bezahlen.