Erstellt am 07. November 2011, 13:08

Berlakovich bekräftigte Weg in Richtung Energieautarkie. Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) hat am Montag bekräftigt, Österreich bis 2050 in Richtung Energieautarkie führen zu wollen.

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Schon jetzt würden 22,9 Mio. Festmeter Holz-Biomasse energetisch genützt, sagte er bei einer Pressekonferenz anlässlich des 4. Waldgipfels in Klosterneuburg. Bis 2020 sei eine Steigerung um etwa fünf Mio. Festmeter möglich. 2050 könne bzw. solle der Anteil der Holz-Biomasse am Energieverbrauch etwa 27 Prozent betragen.

Fakt sei, dass der Wald weiter wachse und aktuell bereits drei Viertel des jährlichen Holzzuwachses genützt würden, so der Minister. Er verwies auch auf eine Studie des Bundesforschungszentrums Wald, wonach die Nutzung von Holz ruhigen Gewissens ausgebaut werden könne. Es sei möglich, im Inland so viel Energie zu erzeugen, wie auch verbraucht würde. Der heimische Wald könne und solle dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Europa müsse "raus aus der Atomkraft und rein in Erneuerbare", unterstrich Berlakovich.

Der Wald spiele auch in Niederösterreich als Energielieferant eine wichtige Rolle und sichere darüber hinaus 23.000 Arbeitsplätze, betonte Umweltlandesrat Stephan Pernkopf in Klosterneuburg. Im Bundesland seien 540 Biomasse-Nahwärmeanlagen in Betrieb, die Strom und Wärme für 180.000 Haushalte liefern würden. Bis 2015 sollen 100 Prozent des Strombedarfs und bis 2020 die Hälfte des Gesamtenergiebedarfs aus erneuerbarer Energie produziert werden, erinnerte Pernkopf an die niederösterreichischen Ziele.