Erstellt am 21. August 2012, 15:32

Berlakovich will Bergbauern in der GAP forcieren. Landwirtschaftsminister Berlakovich will in der neuen Förderperiode der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik ab 2014 besonders die Berglandwirtschaft unterstützt sehen.

Die Direktzahlungen an die Bauern sollen auf ein Regionalmodell umgestellt werden, wobei sich die Höhe der Zahlungen nach den Regionen richten soll. Die Fördersummen und -modelle sind noch in Schwebe. "Ich kämpfe für die Bergbauern, wie die Tiroler Schützen für Tirol", erklärte Berlakovich. Die Berglandwirtschaft werde vom neuen Modell profitieren, meinte der Landwirtschaftsminister. Wie hoch die Fördersummen sein werden, konnte er jedoch noch nicht sagen. "Wir in Tirol werden am meisten gewinnen, andere Gebiete in Österreich werden sicherlich verlieren", meinte Bauernbundobmann und LHStv. Steixner.

Die Einführung des Förder-Regionalmodells - eine neue Einteilung Österreichs in Regionen ist möglich - soll noch im Herbst bestimmt werden. Beim noch gültigen "historischen Modell" orientieren sich die Agrar-Direktzahlungen an den Produktionsverhältnissen der Jahre 2000 bis 2002. Derzeit erhalten Ackerbauern tendenziell höhere Prämien pro Hektar als Grünlandbauern.

Berlakovich übte scharfe Kritik am Koalitionspartner SPÖ. Deren Aussagen wie "Bauern bekommen zu viel Geld" seien nicht dienlich.

Für kleine Bauern forderte Berlakovich eine Verwaltungsvereinfachung. "Die kleineren Landwirte sollen am Feld und im Stall stehen und nicht die Bürokratie zu ihrer Hauptaufgabe machen", sagte der Landwirtschaftsminister. Die EU-Kommission sieht vor, dass Betriebe bis zu drei Hektar pauschalierte Ausgleichszahlungen bekommen. Die ÖVP will diese Regelung für Betriebe mit bis zu fünf Hektar ausweiten. In Österreich wären in etwa 31.000 Betriebe davon betroffen, also etwa jeder fünfte Bauer.