Erstellt am 26. September 2011, 15:46

Beschaffungsagentur spart jährlich 200 Mio. Euro. Durch den zentralen Einkauf über die Bundesbeschaffungsagentur (BBG) hat sich die Öffentliche Hand zuletzt jährlich rund 200 Mio. Euro erspart.

Diese Bilanz über die ersten zehn Jahre der BBG zog am Montag Finanzministerin Fekter. 2010 habe die BBG 886 Mio. Euro an Einkäufen abgewickelt, 2011 werden es über 900 Mio. Euro sein. Die Einsparungen würden sich aber noch deutlich steigern lassen.

Die Tätigkeit der BBG beschränke sich nicht nur auf Bundesbeschaffungsvorgänge, sondern auch das AMS, Kommunen und Länder würden sie zum Wohle der Steuerzahler benutzen. Die bisherigen Einsparungen seit Gründung der BBG bezifferte Fekter mit rund einer Mrd. Euro.

Das Potenzial könnte noch weiter gesteigert werden, wenn die Ministerien ihren "hinhaltenden Widerstand" aufgeben würden, so die Ministerin. Dann könnte auch mit großen Anbietern wie Microsoft oder SAP besser verhandelt werden. Der hartnäckigste Widerstand, für ihre Beschaffungen die BBG zu nutzen, käme aus dem Verteidigungsministerium. Auch die Universitäten oder ÖBB könnten die Infrastruktur mehr nutzen.

"Bedauerlicherweise nutzten auch jene Organisationen, die uns wirklich Steuergeld kosten, die BBG nicht", sagte Fekter. So hätten die ÖBB bisher noch nie etwas über die BBG angeschafft. Potenzial würde es geben, beispielsweise bei einer zentralen Ausschreibung der Reinigungsdienste für alle Ressorts, ÖBB und Verteidigung.

Experten zufolge würde man vor allem im Gesundheitsbereich große Einsparungen erzielen können, so Fekter weiter. Alleine bei den Öffentlichen Spitälern gebe es ein Beschaffungsvolumen von drei Mrd. Euro - ohne Sozialversicherungsträger.

Beispiele für die Tätigkeit der BBG sind etwa das gemeinsames Fuhrparkmanagement für Innen- und Finanzministerium, sowie Land Oberösterreich und AMS mit über 4.000 Fahrzeugen. Und durch moderne Voice-over-IP-Telefone für mehrere Ministerien konnten rund 40 Prozent der Kosten eingespart werden.